
ARCH ENEMY - das neue Album "Root of all evil"
Auf dem neuen Album The Root of all Evil, welches bei Century Media erscheint, präsentieren ARCH ENEMY neben komplett neu aufgenommenen Versionen von Stücken der ersten drei Alben wie z.b. "Black Earth" (1996), "Stigmata" (1998) und "Burning Bridges" (1999) auch der Song Demonic Science, welcher das Thema Ethik und Wissenschaft umkreist.
Zum Thema Tierversuche und militanten Tierschutz hat Angela dann auch eine klare Position: "Das finde ich berechtigt, da Tiere sonst nur getreten werden. Hündchen wird krank verhätschelt, Halterin trägt Pelz, Halter frisst 5k Billig-Fleisch in der Woche. Tierquälerei ist unnötig und inhuman und muss bekämpft und bestraft werden. Manchmal müssen Tierschützer dann halt auch etwas härter kämpfen. Wenigstens bieten diese die Stirn und engagieren sich. Ich finde tatenlose Menschen ehrlich gesagt zum kotzen."
Klare Ansage.
Was die Metalszene betrifft, sieht Angela das Thema Vegetarismus optimistisch, es gibt durchaus immer mehr Leute in der Szene, die sich der vegetarischen Lebensweise öffnen. "Tatsächlich sind 3 Jungs aus meiner Band auch Vegetarier. Musiker sind alternativen Lebensweisen sehr viel offener zu eingestellt als ,Otto-Nomal-Bürger'. Wir stellen sowieso die Norm und die Gesellschaft in Frage. Und die Ernährung und der Umweltschutz ist Teil davon. Ich werde niemals dumm angemacht, sondern respektiert. Die meisten sagen, ach, finde ich super, würde ich ja auch gerne machen, bin aber zu willensschwach um meine Lebensweise zu verändern. Nun, ich bin nicht willensschwach und sehr diszipliniert. Ich würde meine Gelüste niemals über meinen Intellekt triumphieren lassen."
Der bei Verfechtern der Fleischeslust verbreiteten Meinung, Vegetarier würden bleich und kraftlos sein, würde sie am liebsten mit einem brachialen Death-Metal Gewitter ein Ende setzten: "Völliger Schwachsinn, wenn man nur ein bisschen über richtige Ernährung weiß. Viele Fleischesser haben totalen Vitalstoff-Mangel, weil sie nicht genug Vitamine durch Obst und Gemüse bekommen. Ich trainiere 5mal die Woche Langlauf und Gewichte, werde nie krank und halte extremste Touren-Perioden durch. Ich bin der Mittelfinger im Gesicht für all diese ungebildeten Plapperer."
Am unangenehmsten könnte es jenen Plapperern in Ländern wie Spanien und Südamerika gehen, wo es weitaus schwieriger ist, ein Tofuschnitzel oder Veggieburger zu bekommen. Aber sie nimmt solche Situationen professionell gelassen. Wenn es kein Veggie-Essen gibt, "esse ich dann hauptsächlich Salate, Reis, Kartoffeln. Geht auch. Ich lebe nicht, um zu essen... Ich esse, um zu leben!"
Text & Interview: Raoul Festante