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Callya, der vegane Rapper im Interview!

Wer kennt ihn nicht? CALLYA ist eine DER Rapgrößen der Tierrechtsszene. Mit seiner eindringlichen Stimme, seinen deepen Beats und seinen tiefsinnigen Texten trifft er immer genau ins Schwarze. Der sympathische Tübinger hat mit der Kollabo LP LA RESISTANCE mit mehreren Künstlern zusammen eine Mischung aus Hip Hop und Soul geschaffen, die einfach nur Spaß macht. Momentan featured er das Album „Plan 88“ von Madcap und Albino, zwei weitere ernstzunehmende Rapper der Tierbefreiungsbewegung.

Wenn ihr ihn live sehen wollt, checkt mal seine Homepage oder fragt ihn direkt ob er nicht vielleicht auf eurer Soliparty/After-Demo Party spielen möchte...

Aber checkt vorher unser Interview mit CALLYA!

Interview

CALLYAS aktuelles Album "Vergessenes Feuer".

Hey Callya. Danke, dass du dir die Zeit nimmst uns ein paar Fragen zu beantworten.

Klar doch, gern.

Du lebst vegan. Wie und wann kam es dazu, dass du Dich entschieden hast komplett auf tierische Produkte zu verzichten?

Der Denkprozess dazu hatte angefangen, als ich zum ersten Mal den Track „Ohne Rechte“ auf der LP von Albino gehört hatte. Ich stand menschlichem Handeln im Allgemeinen schon damals sehr kritisch gegenüber, und war der Meinung: Wer möchte, dass sich etwas verändert, hat keine andere Wahl, als bei sich selbst anzufangen. Ich sah mich gezwungen, mich mit dem Thema auseinanderzusetzen, und stand erstmal mit mir selbst im Konflikt. Ich bemerkte, dass alle Argumente, die ich versuchte, dagegen aufzubringen, letztendlich nicht gegen die Argumente ankommen, die für eine tierproduktfreie Lebensweise sprechen. Ich sagte mir dann: Entweder du lebst mit einer Lüge, oder du ziehst die Konsequenzen. Ich habe mich für letzteres entschieden, und es zunächst mit vegetarischer Kost versucht. Zwei Jahre später bin ich dann den Schritt gegangen zum Veganismus, den ich eigentlich schon von Anfang an machen wollte. Ich habe auch dort wieder bemerkt, dass alle Ängste komplett unbegründet waren – z.B. die Angst vor Verzicht. Die Angst verfliegt schnell, wenn man bemerkt, wie leicht es doch eigentlich ist, und man entdeckt viel Neues. Bis heute habe ich nicht im Geringsten das Gefühl, dass mir irgendwas in meinem Leben fehlen würde – ganz im Gegenteil: Ich fühle mich damit so wohl wie nie zuvor!



Was würdest du jungen Menschen raten, die nicht wissen ob und wie sie diesen Schritt wagen sollen?

Ich rate euch, die richtige Pille zu schlucken, ihr wisst schon, wie in Matrix – und euch einfach mal mit dem Thema auseinanderzusetzen. Stellt Fragen. Schaut euch an, wie euer Essen aussah, bevor es auf eurem Teller gelandet ist. Und wie es aussieht, wenn man einem Tier das Leben und die Freiheit nimmt. Und ich kann nur sagen, was eine tierproduktsfreie Lebensweise angeht: Es ist nicht so schwierig, wie man sich das oft so ausmalt! Probiert es einfach aus, es gibt mittlerweile so viele Möglichkeiten, sich lecker, gesund, und unkompliziert tierproduktfrei zu ernähren und zu leben.

Du machst ehrliche & bodenständige Musik mit deutschen Texten. Kompliment! Wer oder was hat Dich besonders beeinflusst?

Es ist Musik in der ich einfach nur sage, was ich denke und mit der ich etwas positive Energie weitergeben will. Es gibt sehr viel, was mich beeinflusst. Zuallererst ist es wohl meine Umgebung, die Menschen, denen ich begegne und mit denen ich mich austausche. Ich finde es immer wichtig, bevor man anfängt, sich mit irgendwelchen Menschheitstheorien auseinandersetzt, sich selbst und sein Umfeld zu reflektieren. Das ist wie ein Spiegelkabinett (schmunzelt). Ich würde sagen, ich bin mehr Herz- als Kopfmensch. Was mich natürlich außerdem sehr beeinflusst, ist die Musik, die ich selbst höre. Im Moment ist das viel aus dem Reggae- und Dancehallbereich, oder melodische Hip Hop-Experimente.

Wie sehen deine aktuellen Projekte aus?

Relativ aktuell ist gerade die große Kollabo LP, die La Resistance Scheibe mit Microphone Mafia, Anarchist Acedemy, Meditias, Chaoze One und Lotta C. in den Läden. Zurzeit arbeite ich mit Albino gerade an der schon so ewig geplanten gemeinsamen Scheibe. Für dieses Projekt hab ich noch mal ein paar schöne, klassische Hip Hop Beatz ausgepackt. Ich will nicht zu viel verraten, aber ich sehe, es wird eine interessante Mischung aus nachdenklichen, deepen Raps mit melodischen Hooklines. Zusätzlich arbeite ich an meinem neuen Album, für das ich mir viel Zeit nehmen möchte, weil es sehr anders werden wird als meine bisherigen Sachen. Es soll melodischer und experimenteller werden.



Wird es Möglichkeiten geben sich mal live von deinem Charme überzeugen zu lassen?

Ja, da gibt es immer wieder Möglichkeiten. In letzter Zeit halte ich mich allerdings etwas zurück was Gigs angeht, da ich mir gerade etwas Zeit nehmen möchte, an neuen Styles zu feilen. Es wird aber natürlich weiterhin Live-Gigs geben, schaut einfach mal auf meine Myspace-Seite, dort stehen immer alle Konzerte drin. Wenn ihr wollt, dass ich in eure Stadt komme, dann bin ich gerne dabei, wenn ihr was Gutes organisieren möchtet. Schreibt mir einfach eine Mail in dem Fall. Für das Frühjahr 2010 sind Albino und ich übrigens immer noch auf der Suche nach Veranstaltern bzw. Veranstalterinnen.

Wie sieht dein veganes Lieblingsgericht aus?

Eines meiner veganen Lieblingsgerichte ist eine Eigenkreation, die sich mit der Zeit weiterentwickelt und bewährt hat. Es ist eine Art Tomaten-Soja-Goulasch mit Couscous, marokkanischen Gewürzen, am besten mit selbstgemachter Guacamole oder veganem Tsatsiki.

Ich habe das Rezept auf hier auf kochmeister.com veröffentlicht – hier der Link:

Vielen Dank für das Interview!



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