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EL*KE - Berlin Veggierock!

So, vereinte Freunde geschmackvoller Rockmusik, es ist mal wieder an der Zeit, dass Ihr Eure Lauscherchen aufstellt und lauscht, was Euch die geschmackssichere Redaktion von PETA2.de zu berichten hat. Schließlich wisst Ihr ja, dass wir wissen, was heiß ist. Und weil wir wissen, dass Ihr das wisst, wollen wir Euer Vertrauen auch gar nicht missbrauchen. In der Tat, nichts läge uns ferner, als Euch hier nur mittelmäßige Musiker zu präsentieren. Deswegen ist das Auswahlverfahren hart und viele, sehr viele, sind schon daran gescheitert, in die Reihen derer aufgenommen zu werden, die hier im „Spotlight“ eingebunden werden. Nun, eine der interessantesten deutschen Bands, die es geschafft hat, sind EL*KE, ein wunderbar rockendes Trio, das aus dem Emsland nach Berlin umgesiedelt ist und sich vor dort aus anschickt, nach dem Thron des Rock in Deutschland zu greifen. Und wer weiß, vielleicht sitzen sie da ja schon in ein paar Jahren – einem anderen Trio aus der Hauptstand ist das ja auch schon gelungen.

EL*KE lieben wir aber natürlich nicht nur wegen ihrer ergreifenden Songs und ihrem neuen Album „Häuser stürzen ein“. Sondern auch deswegen, weil EL*KE-Drummer Hubert natürlich Vegetarier ist. Weswegen wir nach dem Hören von „Häuser stürzen ein“ keine Sekunde gezögert haben, um ihn zu sprechen. Lest selbst, was der Gute über Vegetarismus, Klimawandel und über seine Band zu sagen hat.



Wie lange lebst Du schon vegetarisch und was hat Dich bewogen, Vegetarier zu werden?
Ich bin seit zwei Jahren Vegetarier und meine Freundin, die seit 13 Jahren Vegetarierin ist, hat mich dazu gebracht. Ich finde, dass es sehr wichtig war, das gemeinsam zu machen.

Was würdest deiner Meinung nach das dämlichste Gerücht, dass es über Vegetarier und Vegetarismus gibt?
Hmh, dass Vegetarier schlechter aussehen, da man bestimmte Inhaltsstoffe, Mineralien oder Kohlehydrate nur über Fleisch bekommt. Wer das sagt, hat echt nicht nachgedacht.

Wie stehst Du zu Tierversuchen, Pelzen und Leder?

Ganz klar, das braucht man alles echt nicht! Solche sinnlosen Dinge rechtfertigen kein Töten und Quälen!

Wie schätzt Du die gegenwärtige Diskussion um den Klimawandel ein? Denkst Du, dass sie Menschen dazu bewegen wird, sich stärker Gedanken über ihre Ernährung zu machen und sie vielleicht sogar dazu führen wird, dass mehr Menschen Vegetarier werden
?
Über den Zusammenhang von Energieverbrauch und Fleischproduktion muss man sich mal ernsthaft Gedanken machen! Ich hoffe, dass die Menschen umdenken, jedoch denke ich nicht, dass das so schnell gehen wird, wie wir uns das wünschen. Für mich bedeutet die Diskussion um den Klimawandel, dass man bei sich selber schauen muss, was man verändern kann. Und da gehört zum Beispiel dazu, dass man sich überlegt, ob man will, dass solche Energiemengen für die Aufzucht von Tieren aufgebracht werden. Auch wir als Band müssen uns dieser wichtigen Diskussion stellen. Gerade, weil wir auch viel auf Tour sind und damit ja Energie und Treibstoff verbrauchen. Auch müssen wir bei uns anfangen.

Würdest Du sagen, dass Du stark auf „Bio“-Nahrungsmittel achtest? Oder gibst Du da eher wenig drauf?
Ich versuche schon, darauf zu achten, gesund zu essen. Wobei Etikettierungen manchmal auch irreführend sind. Ich muss dann immer grinsen, wenn ich eine sehe. Dann denke ich ans Emsland, wo man auch heute noch sein Gemüse vom Bauern kaufen kann und ich dann schon weiß, dass man dort fast alles unbehandelt bekommen kann.

Euer neues Album „Häuser stürzen ein“ erschien Anfang Juli 2008. Mit was für Hoffnungen seid Ihr an das Album heran gegangen und was bedeutet der Titel?

Wir haben versucht, uns frei von Hoffnungen oder gar Druckgefühlen zu machen. Eine Konsequenz davon war, dass wir sehr darauf fokussiert waren, fast alles live einzuspielen und meist gleich den ersten Take eines Songs für das Album zu nehmen, uns also gar nicht so große Gedanken darüber zu machen, ob und wie man da noch hätte dran rumdoktern können.
Der Titel des Albums steht für uns als Neubeginn. Musikalisch wie menschlich. Wir mussten uns zwischenzeitlich voneinander entfernen, um uns einander wieder zu nähern. Das hat für viele wichtige Impulse auf dem Album und in jedem Song gesorgt. Deswegen auch der Titel: Mal was abreißen, um darauf neu aufzubauen. Wir haben dann mit Mirko (Schaffer) als Produzenten auch den richtigen Mann an unserer Seite gehabt, der das mit uns optimal umgesetzt und uns da richtig gefordert hat. Auch jetzt bei der Bearbeitung der neuen Single, „Das Grösste“, die im September erscheint.



Seid Ihr ganz allgemein eine Band, die ihre Songs sehr „Live und direkt“, also aus dem Bauch heraus schreibt?
Da sag ich ganz klar: Ja! Es war uns immer wichtig, den ersten Eindruck eines Songs auch gleich fest zu halten und nicht viel im Nachhinein daran herum zu arbeiten. Nehmt zum Beispiel „Easy Rainer“, den Mücke singt und für den er den Text geschrieben hat. Da hat er sich einfach das Stück Freiheit genommen, das, was er bei der Fahrt mit einem Kumpel erlebt hat, gleich mal als Song fest zu halten. Oder „Das Grösste“, eine Hymne auf die Person, die einem wichtig ist. Viele versuchen uns deswegen ja eine Einfachheit zu unterstellen. Aber warum darf man nicht einen ersten Eindruck in einem Text niederschreiben und dann Rockmusik drum packen? Muss man immer das Haar in der Suppe suchen, obwohl es schon lange nicht mehr da ist oder nie da war?

Ihr seid ja schon ein paar Jahre dabei, passiert es Euch dennoch öfters, dass Ihr als Newcomerband beschrieben werdet?

Ach, das nehmen wir keinem wirklich übel. Ist ja auch eine schöne Chance. Es gibt dann immer noch Leute, die uns neu entdecken und uns dann weiter begleiten.

Wenn Du heute sagen könntest, wo EL*KE in zehn Jahren stehen werden, was würdest Du sagen?
Gute Frage. Das kann man gar nicht wirklich sagen. Ich würde mir wünschen, dass wir dann erfolgreicher sind als heute. Und dass wir mit der Musik auch gutes Geld verdienen, und eines Tages selber neue Bands auf unsere Touren mitnehmen können, um sie zu supporten. Außerdem wollen wir den Leuten mit unserer Musik und mit unseren Konzerten auch weiterhin eine verdammt gute Zeit bereiten. Und verstehen müssen wir drei uns natürlich immer noch, um die Musik machen zu können, die wir machen wollen.

Alright, das waren auch schon unsere Fragen! Vielen Dank, dass Du Dir Zeit genommen hast, um sie zu beantworten!! Hast Du noch letzte Worte?
Danke Euch und ich freue mich, wenn Ihr weiter erfolgreich eure Arbeit machen könnt und so immer mehr für das Bewusstsein der Menschen bewirkt!

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