
Unsere Carina war in Kopenhagen. Lest hier was sie erlebt hat!
"Die UN Klimakonferenz in Kopenhagen ist zu ende. Rausgekommen ist wie zu erwarten - kaum etwas. Aber ich war da. Ihr kennt mich vielleicht, vielleicht auch nicht. Ich bin Carina und gehöre zum Peta2 Team. Und ich war dabei ich war in Kopenhagen.
Los ging es Freitagnacht in Berlin mit meiner tollen Tierrechtsgruppe Nandu. Nach ewig langen Polizeikontrollen am Hafen von Rostock kamen wir um 11 Uhr endlich in Kopenhagen an. Taschen in die Ecke, Tierkostüme an, Transpis eingesteckt und los auf die Demo. Mit unseren Kuh- und Schweinekostümen sind wir schon ordentlich aufgefallen. Aber die saucoolen Transpis waren nochmal die Kirsche auf der (Soja-) Sahne. Mit Sprüchen wie Bite Climate Change und Meat kills people, animals, climate hat Nandu genau den Geist der Zeit der Demo getroffen witzig, spritzig und kreativ.

Eine Woche voller Demos, Aktionen, Vernetzungstreffen und Parties sollte auf mich warten. Ich würd euch ja nur zu gerne alles haargenau erzählen aber ich hab hier leider nicht so viel Platz. Nur einen Tag noch: der Dienstag: Der Agriculture Day.
Neben Gruppen wie Via Campesina (der weltgrößte Kleinbauernverband) waren auch viele Tierrechtsgruppen vor Ort. Unter Anderem wer hätte es gedacht Nandu! Nach einer Mahnwache vor einem Discounter und einer symbolischen Besetzung einer Tankstelle kam der Demozug am Haus der Meat Association an. Ich war mehr als begeistert als ich vernehmen konnte, dass Normalos mit uns "Climate Justice, Animal Rights - one struggle, one fight!" schreien. Ein tolles Gefühl! Das lässt mich hoffen und hat mich ziemlich glücklich gemacht.
Trotz viel zu viel willkürrlicher Polizeigewalt waren die Leute super nett, die Stimmung war hervorragend, es gab 3 mal am Tag vegane VoKü und das Wetter war beschissen. Jederzeit wieder! ☺

Für mich hat sich Kopenhagen echt wie der Beginn einer breiten, globalen Klimabewegung angefühlt. "System change, not climate change!" war für mich neben "Climate Justice!" die dominante Parole auf den Straßen. Es gab viele kleine Zeichen, wie z.B. der spontane Sit-in von BUND & Friends of the Earth im Konferenzgebäude, die mich hoffen lassen, dass sich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten noch viel mehr bürgerlicher Widerstand regen wird gegen ein System, das seinen klimapolitischen Bankrott nicht ewig schönreden können wird.
Ich wünsche uns von Herzen die verdammte Weltrevolution, die zurzeit wieder schwer auf sich warten lässt. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Aber hoffen alleine reicht nicht, Mädels & Jungs. Geht auf die Straße! Schließt euch lokalen Gruppen an und bleibt verdammt nochmal laut! "
Text & Bilder: Carina


