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METALNEWS.de - Macher Markus im PETA2-Interview!

Alright, liebe Leserinnen und Leser, es wird Zeit für etwas ungewöhnliches Interview hier auf PETA2.de. Dieses Mal sprachen wir nicht mit einer Band, einem Schauspieler oder einem sonstigen Celebrity. Aber die Person, die sich bereitwillig ein Loch in den Bauch fragen ließ, ist mindestens genauso interessant wie alle Anderen, die schon an dieser Stelle gefeatured wurden. Es geht um Markus Jakob, den Chef des Online-Metal- und Hardcore-Magazins www.metalnews.de, der mit seiner Seite eine der informativsten Quellen für die Musik der härteren Gangart ist und er ebenso wie wir auf NEAERA, AS I LAY DYING, CALIBAN, NAPALM DEATH und SEPULTURA steht. Das coolste aber ist, dass Markus seit Jahren überzeugter Vegetarier ist und sich den Schriftzug ?Vegetarian? auch hat auf die Brust tätowieren lassen. Kurz vor dem Relaunch von Metalnews.de packten wir die Gelegenheit beim Schopfe und sprachen mit ihm über Animal Rights, Musik und ? natürlich ? seine Website!

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Close-Up: Markus von Metalnews.de


Hi Markus! Stell Dich doch zu Anfang kurz unseren Lesern und Usern vor. Wo bist Du geboren, aufgewachsen usw.? Und wann hast Du Deine Passion für härtere Musik entdeckt und was hat Dich schließlich dazu bewogen, Metalnews.de zu gründen? Und ? für PETA2 natürlich auch sehr interessant ? wann und warum hast Du Dich entschlossen, Vegetarier zu werden?

Hey! Well, ich bin 1982 in Bad Cannstadt geboren; nach zweimaliger Station in Hessen und einmal in Berlin (berufsbedingt wegen meines Vaters) bin ich mittlerweile wieder in Baden Württemberg beheimatet. Im Herzen bin ich aber dennoch Hesse ? dort habe ich einfach die meiste Zeit meines Lebens verbracht. Die harte Musik habe ich mit etwa acht Jahren schon recht früh entdeckt ? durch meinen älteren Bruder bin ich zu GUNS N ROSES gekommen und dann folgten die üblichen Verdächtigen wie METALLICA, SUICIDAL TENDENCIES, PANTERA, IRON MAIDEN, SEPULTURA und und und...
Mit Metalnews hat alles vor gut fünf Jahren begonnen. Als ich mich damals in diversen Metal-Foren rumgetrieben habe, gab es Annoncen, dass Metalnews.de neu gegründet sei und Leute dafür gesucht würden. Von da an (April 2002) bin ich an Bord und habe seitdem eigentlich auch (mit einer kurzen Unterbrechung vor einiger Zeit) das Ruder in der Hand.

Vegetarisch lebe ich nun seit beinahe vier Jahren. 2003 habe ich angefangen, mich nicht lediglich mit Metal, sondern auch vermehrt mit Hardcore und dem gerade stark aufkeimenden Metalcore auseinanderzusetzen. Gerade in dieser Szene geht es ja generell mehr um politische Themen sowie um Straight Edge und vegane/vegetarische Lebensweisen. Durch Bands wie ARKANGEL (sicherlich ist die Band heutzutage verpöhnt, dennoch ist die muskalische Qualität beachtlich und war/ist für mich weiterhin eine Inspirationquelle meines Vegetarismus), DEADLOCK, HEAVEN SHALL BURN, MAROON etc. wurde ich darauf aufmerksam und da ich schon von klein auf sehr tierlieb bin, begann ich mich verstärkt dafür zu interessieren. Ich lernte einige Leute und Bands kennen, mit denen ich mich darüber unterhielt, durchkämmte das Netz (u.a. natürlich auch Peta.de/Peta2.de ;-)) und informierte mich. Nachdem ich mir immer mehr Gedanken über das Schicksal der Tiere gemacht und auch einige schockierende Videos (u.a. auch ?Meet Your Meat?) gesehen hatte, stand mein Entschluss fest. Seit dem 01.01.2004 ernähre ich mich fleischlos ? ganz ohne ?Neujahrsvorsatz? ;)

Wie schätzt Du den Verbreitungsgrad von Themen wie Vegetarismus und Tierrechte in der Metalszene ein? Vielen sagen ja, dass diese Themen in der Metalszene eher unwichtig sind, wie siehst Du das? Und wie reagieren Menschen aus der Metalszene auf Dich, wenn Du ihnen sagst, dass Du vegetarisch lebst? Bist Du der Ansicht, dass man durch Gespräche mit Menschen in der Szene auch Metalfans dazu bewegen kann, Vegetarier zu werden? Hast Du so etwas vielleicht sogar schon geschafft? Und bist Du generell jemand, der mit seiner fleischlosen Ernährungsweise eher offen umgeht, oder behältst Du es lieber für Dich und sprichst es nicht unbedingt öffentlich an?

In der Metalszene ist das so eine Sache. Da die Szene ohnehin schon immer für ihre Politfreiheit kämpft (was ja derzeit leider durch die Unterwanderung von rechts aussen beim Sorgenkind Black Metal immer wieder für Diskussionsstoff sorgt), hat sie auch für derlei Themen nicht wirklich viel übrig bzw. findet es leider kaum Beachtung. Die Mentalität bzw. die Themenschwerpunkte sind hier einfach andere. In dem Crossover, denn der Metalcore geschafft hat bzw. in dieser jungen Szene die größtenteils aus nachwachsenden Metal- und Hardcore-Kids besteht, findet es natürlich mehr Anklang. Metal und Hardcore mögen sich musikalisch recht ähnlich sein, bzw. ist beides wirklich harte Musik, aber die Szene, die Ideale und die Grundeinstellungen sind zum Teil -auch wenn es natürlich sehr viele Überschneidungen gibt- sehr verschieden und das wird sich wohl auch so schnell nicht ändern.

Die Reaktionen auf meine Lebensweise sind verschieden. Die meisten nehmen es zur Kenntnis, manche sind interessiert oder verwundert und fragen dann ?Ja, und was isst man da dann so?? und von wieder anderen kriegt man halt dann auch mal blöde Sprüche gedrückt von wegen ?Trinkst Du eigentlich Orangensaft? Ist ja auch Fruchtfleisch drin...? - aber da darf man sich dann auch nicht zu ernst nehmen, finde ich. Schließlich treibe ich mein Cholesterin nicht auf Kosten anderer Lebewesen in die Höhe ;) Wirklich angefeindet wurde ich allerdings noch nicht. Ich versuche aber auch nicht, irgendwen zu bekehren. Ich gehe auch nicht damit hausieren, dass ich kein Fleisch esse; das kriegen die Leute früher oder später sowieso mit und wenn das Gespräch darauf fällt, rede ich natürlich gerne darüber, lege meine Ansichten, meine Überzeug dar und vielleicht kann der andere für sich etwas daraus ziehen, aber ich denke, wenn das Gegenüber kein wirkliches Interesse daran hat, kann man ihn sowieso nicht dazu bewegen. Ich würde auch nicht wollen, dass mir ein Edger mein Hefeweizen madig redet oder ein gläubiger Christ,/Moslem/whatever versucht, mich in die Kirche/Mosche etc. zu zerren...

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Go Veggie!

Auf Myspace ist ja ein Foto von Dir online, auf dem man Dein Tattoo des Schriftzuges ?Vegetarian? auf der Brust sehen kann. Wann hast Du Dir das Motiv tätowieren lassen und welche Bedeutung misst Du ihm bei? Kann man aus dem Tattoo lesen, dass Dir Vegetarismus extrem wichtig ist, dass es Dich als Menschen definiert und für Dich nicht nur eine gewisse ?Lifestyle?-Frage ist? Hast Du eigentlich weitere tierrechtsaffine Tattoos? In welchem Alter hast Du Dir Dein erstes Motiv stechen lassen und was bedeuten Dir Tattoos im Allgemeinen?

Das Motiv habe ich mir Ende 2005 stechen lassen, als ich mir nach knapp zwei Jahren absolut sicher war, dass ich es damit ernst meine und es nicht eine Phase war, was ja manchmal schon vorkommen kann... Ich messe diesem Tattoo sehr viel Bedeutung bei, denn es erinnert mich immer wieder daran, warum ich das mache und dass es gut ist, nicht für das Leiden vieler Tiere direkt verantwortlich zu sein bzw. sich offen dagegen auszusprechen. Und ja, das kann man daraus schon lesen. Ich stehe absolut hinter meiner Überzeugung und werde mich deshalb nie verstecken oder meine Meinung gar revidieren! Weitere Motive dieser Art habe ich nicht, möchte das ?Vegetarian? allerdings noch erweitern; so soll darunter noch ?love.compassion.caring? gesetzt und das ganze von einem großflächigen, bunten Brustpiece eingeschlossen werden.

Mein erstes Tattoo habe ich mir 2002 stechen lassen; ein Ornamentartiges Motiv auf den Rücken. Danach folgten weitere Einzelstücke, die über meinen gesamten Körper verteilt sind; seit zwei Jahren etwa gehe ich eher an großflächigere Projekt wie Beine und Arme. Tätowiert sein (und damit meine ich kein Tribal überm Arsch) ist für mich ein Lebensgefühl und -einstellung. Es gehört zu der Musik die ich liebe einfach dazu und genau wie diese selbst, grenzen einen auch die Tattoos vom Rest der Gesellschaft, von der Herdenmentalität und dem ganzen Schickimicki-Scheiss ab. Es definiert mich als Individium und das möchte ich nicht missen. Ausserdem siehts einfach geil aus, haha! :-)

Hat Vegetarismus für Dich eine politische Komponente? Sprich siehst Du Dinge wie bspw. die Regenwaldabhabholzung zwecks der Viehzüchtung als Grund für Dich an, Vegetarier zu sein? Und denkst Du, dass viele Menschen nicht sehen, welche Mechanismen alle mit dem Fleischkonsum zusammen hängen und Dinge wie Klima, Umwelt und so das Leben aller Menschen direkt durch den Konsum von Fleisch belastet werden?

Nicht wirklich. Natürlich ist auch das keine gute Sache und absolut zum Kotzen, aber ich setze mich eher mit dem Schicksal der Tiere auseinander, als mit Umweltproblemen, die damit in direktem Kontext stehen. Das Tier an sich steht bei mir und meiner Entscheidung bzw. Überzeugung absolut im Vordergrund.
Die Menschen sehen so vieles nicht, und wenn sie schon nicht das Leiden, den Terror und die Angst sehen, die die Tiere bis kurz vorm ihrem oftmals sehr qualvollen Tod durchleben, die sie tagtäglich in sich hineinstopfen, warum sollten sie dann etwas über die damit zusammendenhängende Umweltproblematik wissen, geschweige denn darüber nachdenken?

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Dedicated journalist: Markus "Shilrak" Jakob

Gibt es für Dich gewisse Songs von Bands, die den Tierrechts- bzw. Vegetarismusgedanken sehr gelungen ausdrücken? Welche Rolle misst Du Bands in dieser Hinsicht allgemein bei? Denkst Du, dass Musiker das Potenzial haben, Menschen anzusprechen und sie für eine vegetarische Ernährung zu sensibilisieren?

Ja, das gibt es bzw. gibt es Stücke von Bands, die mir etwas bedeuten und aus denen ich die Kraft und die Überzeugung gezogen habe. Sehr beeindruckt und tief berührt hat mich der spoken word-Text am Ende von ARKANGELs ?Evilization?, sowie auch die Lyrics von ?Fearful Eyes?. ARKANGEL sind für mich textlich in ihrer vegan-Ära eine extrem wichtige Band ? und musikalisch nach wie vor der pure Hass. Für mich persönlich hat es bis dato keine(!) andere Band geschafft, Frust, Aggression, Wut, Hass und Enttäuschung so brutal rüberzubringen, wie die Belgier. Des Weiteren finde ich die Textpassage ?Nobody's chosen to suffer / Nobody's destined to rule? von HEAVEN SHALL BURNs ?Weapon They Fear? einfach super. Auch wenn der Song eigentlich nicht von Tieren handelt, so finde ich, dass man genau diesen Zweizeiler auch sehr gut darauf ummünzen kann.

Wie bereits erwähnt, denke ich nicht, dass man Leute einfach so davon überzeugen oder sensibilisieren kann ? da muss man einfach schon von sich aus ein gewisses Interesse (was bei vielen unter dem Deckmantel der Unwissenheit einfach versteckt liegt) mitbringen. Aber ich denke, dass Musik definitiv etwas bewirken kann ? mein Fall ist wohl ein ganz gutes Beispiel dafür. Insofern halte ich Bands, die sich mit derlei Thematik auseinandersetzen und sie nach aussen tragen auf jeden Fall für sehr wichtig!

Wie stehst Du zu anderen tierrechtlichen Fragen wie etwa Tierversuchen oder dem Tragen von Pelzen? NAPALM DEATH haben sich ja gemeinsam mit PETA2 gegen Tierversuche ausgesprochen. Stehst Du ihnen ähnlich ablehnend gegenüber wie ND? Und was hältst Du von dem Argument, dass Tierversuche nötig seien, um medizinischen Fortschritt sicherzustellen?

Ich bin kein Wissenschaftler, kein Biologe oder habe sonst eine Ahnung, was in dieser Industrie vorgeht, aber ich weiss, dass es mittlerweile andere Methoden gibt, um Produkte, Chemikalien etc. zu testen. Insofern bin ich absolut dagegen! Was die Pelze angeht, ist das definitiv ein Reizthema und stösst bei mir auf keinerlei Verständnis. Wir leben nicht am Nordpol ? wofür muss dann eine bis oben hin mit Schminke zugeklatschte Tussi mit Nerzfell rumlaufen? Fuck off!

Und jetzt ? die alles entscheidende Frage ? ;): Wie oft besuchst Du PETA2.de und wann bist Du auf die Seite aufmerksam geworden? Was hältst Du vom Gesamtkonzept der Seite, das ja gerade darauf abstellt, Jugendliche für das Thema Tierrechte zu sensibilisieren?

Aufmerksam darauf geworden bin ich in der Zeit, in der ich angefangen habe, mich mit der ganzen Thematik auseinanderzusetzen. Mittlerweile bin ich vielleicht alle paar Monate mal auf der Seite, aber ich finde es extrem gut, dass es mit PETA2 eine direkte Sparte und Anlaufstelle für Jugendliche, junge Erwachsene oder whatever, gibt. Vor allem begrüße ich es natürlich, dass Ihr Features zu solchen Themen wie LAMB OF GOD, SOCIAL DISTORTION oder AS I LAY DYING bringt ? Thumbs Up!!!

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Dedicated journalism: Metalnews.de

Du arbeitest ja für Metal Blade Records ? ist dies ein Traumjob für Dich? Und wie muss man sich einen typischen Tag in Deinem Alltag vorstellen?

Der Job bei Metal Blade ist definitiv mein Traumjob! Ich habe zwar vorher schon in der Unterhaltungs-/Musikbranche gearbeitet, bzw. hatte meine vorherige Stelle auch direkt damit zu tun, aber bei einem Label zu arbeiten, ist natürlich etwas ganz anderes. Es macht einfach Spaß, mit den Bands zu arbeiten, die man sowieso daheim im Schrank stehen hat, geil findet und schon unzählige Male live gesehen hat. Das ist einfach der Hammer! Was will man mehr als Rock n Roll 24/7? Meinen Arbeitstag jetzt im einzelnen aufzudröseln wäre vielleicht etwas mühselig, hehe, aber ich kann soviel sagen, dass ich zu angenehmer Stunde im Büro ankomme und in extrem cooler, lockerer Atmosphäre meiner Tätigkeit als Online Promoter nachgehe, die hin und wieder natürlich auch stressig sein kann, aber in welchem Beruf hat man das nicht? :-)

Was sind in Deinen Augen die fünf wichtigsten Dinge, die Metalnews.de ausmachen?

Was? Nur fünf? Ich hätte mindestens zwölf, haha! Nein, im Ernst... Metalnews wird von Fans für Fans gemacht, was wohl eines der wichtigsten Dinge sein sollte. Jeder, der bei uns schreibt, ist mit Herz und Seele der harten Musik verfallen und lebt das auch! Des weiteren haben wir einen guten Misch-Masch aus Kompetenzen ? sprich, wir bedienen viele verschieden Sparten wie Death, Black, Thrash Heavy und Power Metal, aber auch Progressive, Avantgarde, Grind und auch beinahe die gesamte Core-Schiene mit Metalcore, Hardcore, Noise, Math, Postcore und und und findet bei uns statt. Außerdem sind wir ziemlich aktuell ? ich habe den Anspruch, dass Reviews recht zeitnah zur Veröffentlichtung bei uns online gehen, was auch in den meisten Fällen gut funktioniert. Mittlerweile geht?s bei uns mit Interviews auch ziemlich rund ? neben regulären Interviews haben wir auch sogenannte Quickie-Interviews, die aus 19 gleichbleibenden Fragen bestehen ? ein nettes, auflockerndes Extra-Feature, denke ich! Wir haben täglich top aktuelle News und oft Tour-Präsentationen am Start, bei denen man meist auch Gästeliste-Plätze gewinnen kann! Ausserdem sind wir einfach die geilsten! :)

In wie fern hat sich Deine Arbeit bei Metal Blade auf Metalnews.de ausgewirkt? Würdest Du sagen, dass Dein Job bei einem Label die Art und Weise, wie Du mit der Seite umgehst, verändert hat?

Definitiv! Durch den Job ist auch die Arbeit mit dem Magazin wesentlich professioneller, straffer und organisierter geworden! Ausserdem bekommt sehr viel mehr Verständnis für die Abläufe, die auf der anderen Seite, also beim Promoter, geschehen. Man übernimmt automatisch einige Sachen die Gang und Gäbe sind, man aber vorher logischerweise nicht kannte, ändert Verhaltensweisen und bekommt auch besseren Einblick in solche.
Alllerdings möchte ich noch hinzufügen, dass Arbeit und Hobby hier ziemlich getrennt laufen. Es ist mir sehr wichtig, dass nicht der Eindruck von Vetternwirtschaft entsteht ? so werden weder Metal Blade-Bands bevorzugt, noch hat Metalnews Sonderstatus inne.

Wie hat sich Metalnews.de über die Jahre allgemein geändert? Würdest Du sagen, dass der Umgang mit der Seite über die Jahre professioneller geworden ist, Du und Dein Team also ?learning by doing? gemacht habt und durch stetigen Umgang mit dem Musik-Business die Seite zu dem gemacht habt, was sie heute ist? Oder gibst Du in dieser Hinsicht wenig auf Professionalität?

Anfangs hatten wir das Glück, dass wir zur zweiten Welle der aufkeimenden Online-Magazine dazugehörten, es also damals noch nicht so viele de.vu-Magazine von Hinz und Kunz gab, wie es heute der Fall ist. Ausserdem haben wir eine ziemlich prägnante URL, die sich jeder merken kann und man auch einfach mal auf gut Glück eintippen kann. Des Weiteren war unser Design damals ziemlich gut, was uns relativ früh die Unterstützung der größeren Labels eingebracht hat.
Auf jeden Fall sind wir über die Jahre professioneller geworden; man wächst ja auch, bekommt mehr mit, taucht tiefer in die Szene und die Materie ein. Die Frage ist auch immer, wie ernst nimmt man das Ganze und wie viel Energie steckt man hinein. Unsere Zugriffszahlen sind über die letzten ein bis zwei Jahre für unsere Verhältnisse explodiert, wodurch natürlich auch wieder mehr Motivation kommt und bei uns ganz schön Gas gegeben wird!


Bald wird es ja einen Relaunch von Metalnews.de geben. Warum eigentlich? Und was können sich die User von der neuen Seite erhoffen? Ist es ein Traum von Dir, die Seite eines Tages als Hauptberuf zu machen?


Warum ein Relaunch? Nun ? das Design, wie wir es bis dato noch haben, ist jetzt schon über fünf Jahre alt. Es muss etwas zeitgemäßes, neues her. Ich kann nur soviel verraten, als dass wir ein neues Logo haben werden, das manche evtl. schon auf dem einen oder anderen Flyer gesehen haben und dass wir etwas heller auftauchen werden, als gewohnt ? aber keine Angst, das Ganze sieht nicht aus wie die Lifestyle-Seiten in der Brigitte ;)
Ausserdem ? ganz wichtig ? es wird eine richtig fette Verlosung geben, bei der sich viele große und namhafte Labels und auch einige Bands beteiligt haben! Am besten surft ihr ab sofort täglich auf Metalnews.de, denn der Relaunch steht schon auf der Matte und wird in spätestens zwei Wochen komplett über die Bühne gegangen sein ;)

Well ? natürlich wäre das ein Traum! Mein Hobby ich habe ich ja prinzipiell bereits zum Beruf gemacht bzw. bin ich in der glücklichen Lage, dass meine Arbeit auf meinem Hobby beruht. Metalnews 24/7 zu machen, wäre dann der nächste Schritt; ob das allerdings möglich oder zu schaffen ist, liegt noch in den Sternen und wird wohl erst die Marktentwicklung in den nächsten Jahren zeigen...

Wie würdest Du Metalnews.de im Gefüge der bestehenden Ezines beschreiben? Würdest Du sagen, dass es zu den wichtigsten Informationsquellen bezüglich Metal- und Hardcoremusik gehört? Oder würdest Du es eher als Nischenzine für Liebhaber und Insider bezeichnen?

Ich denke, unsere Zugriffszahlen und deren Tendenz zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Momentan zählen wir zum oberen Feld der mittelgroßen Metal-Magazine und diesen Status wollen wir natürlich auch weiterhin ausbauen. So gesehen beweist uns das ja schon einiges bzw. kann man wohl mit Fug und Recht behaupten, dass wir zu einem der ernst zu nehmenderen Magazine im Online-Dschungel zählen.
Unsere Umfragen und Verlosungen zeigen, dass unsere Leser hauptsächlich im extremeren Metal beheimatet ist. Da unser Angebot allerdings sehr breit gefächert ist, sind wir auch für Fans aller anderen Spielarten der harten Musik durchaus relevant und interessant. Ich glaube, wir sind etwas von beidem ? ein allumfassendes Nischenzine für extreme Musik, wenn Du es so willst, haha!

Und abschließend: Wo siehst Du Metalnews.de in zehn Jahren?

Puh, das ist schwer zu sagen. Ich kann nur sagen, was ich hoffe ? und das wäre natürlich eine Präsenz und Kontent wie bspw. spiegel.de, das Wacken als exklusiv-Partner zu präsentieren oder am besten gleich zu übernehmen und davon in Saus und Braus leben zu können, haha. Nein, das ist natürlich gesponnen, aber you'll never know! Wir werden die Fahne definitiv weiter hoch halten und dafür sorgen, dass Ihr alle mit dem wichtigsten im harten Sektor versorgt werdet!

Markus, das waren die Fragen! Vielen Dank Dir für das Zeit nehmen und Beantworten!! Hast Du noch letzte Worte?

Vielen vielen Dank für das Interview, den Support und Euer Interesse an Metalnews! An alle Metalheads und Hardcore-Kids da draussen ? checkt unsere Seiten (www.metalnews.de / www.myspace.com/metalnews), esst nichts, was mal laufen konnte, kauft CDs, statt sie runterzuladen und denkt an unsere große Verlosung! Metalnews ? providing you with anything heavy since 2002!

Stay Metal | Stay Hardcore
Markus [shilrak]

Dich interessiert, warum Thomas D., Kool Savas, Morrissey, Eva Briegel von JULI, Mike Ness von SOCIAL DISTORTION, Andy von CALIBAN und die Jungs von RISE AGAINST überzeugte Vegetarier sind? Warum sich MY CHEMICAL ROMANCE und Ben von BILLY TALENT Gedanken über Tierrechte machen? Warum sich P!nk für die Tiere einsetzt und AS I LAY DYING gegen Pelze sind? Dann check doch mal unsere FAQS zu den Themen Vegetarismus, Pelze und Tierrechte. Leckere vegetarische Rezepte findest Du hier. Wenn Du weitere Fragen hast, schreib' uns einfach fix an: admin@peta2.de.

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