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Anastasia - die MTV-Moderatorin unterstützt PETA2 im Kampf gegen Covance!

Anastasia ist eine der beliebtesten MTV-Moderatorinnen und der Star unserer Kampagne gegen die grausamen Tierversuche von COVANCE.

Zur Erinnerung: Eine PETA-Ermittlerin, die 11 Monate lang im Undercover-Einsatz im größten Tierversuchslabor der Welt, bei COVANCE, war, hatte unbeschreibliche Tiermisshandlungen dokumentiert. PETA veröffentlichte darauf hin ein Video mit den Aufnahmen aus der Undercover-Recherche und startete eine weltweite Kampagne gegen COVANCE.

Auch MTV-Moderatorin Anastasia lassen diese PETA-Undercover- Filmdokumente nicht unberührt. Zum launch der brandneuen Peta2.de Seite veröffentlicht sie jetzt ihr aktuelles Motiv gegen Tiermissbrauch. Speziell die hier enthüllten Affenversuche und der Umgang mit diesen hochsensiblen Tieren macht sie betroffen und zornig.

COVANCE versuchte nach der Veröffentlichung dieser Filmdokumente zunächst in den USA und England, mit aller Macht über die Justiz, die Weiterverbreitung des Dokumentationsmaterials zu verhindern – letztendlich erfolglos, nach gerichtlichen Hinweisen in beiden Ländern hat COVANCE die Unterlassungsklagen zurückgezogen – eine gravierende Niederlage vor Gericht wie schon bei den Undercover-Ermittlungen im deutschen COVANCE-Labor vor zwei Jahren in Münster, wo ähnliche Enthüllungen die Öffentlichkeit schockierten. Auch dort gelang es COVANCE, nur für begrenzte Zeit die Verbreitung dieser Dokumente zu verhindern.

An einem sonnigen Mittag sprechen wir mit der sympathischen Deutsch-Griechin über Tierliebe, Aufklärung ohne Zeigefinger und Konsumboykott. Anastsias Motiv könnt Ihr übrigens in voller Größe sehen, wenn Ihr rechts auf die verkleinerte Versions ihres Motivs klickt.

PETA2: Was hat Dich bewogen, die Kampagne „Covenance Grausam“ zu unterstützen?
Anastasia: Da habe ich nicht eine Sekunde gezögert, da es in meinem Leben selbstverständlich ist, die Rechte der Tiere zu berücksüchtigen.

Wie zeigt sich das?

Das fängt schon bei unseren Girlie-Themen an (lacht). Wir schminken bei MTV ausschließlich mit Produkten, die nicht an Tieren getestet wurden. Davon gibt es genug und es ist ja nicht so, dass man sich nicht informieren könnte. Selbst wenn ich zur Kosmetikbehandlung gehe, suche ich mir Studios aus, die sich verpflichtet haben, derlei Produkte nicht zu verwenden. Die nehmen dann Aloe Vera oder Body Shop. Auch unsere Make-Up-Ausstatter bei MTV haben sich verpflichtet,
keine Tierversuche mehr durchführen zu lassen. Das ist alles überhaupt kein Problem: Die Sachen sind verträglich, rein pflanzlich und falls doch mal etwas auf der Haut brennen sollte, kann man es ja absetzen. Es gibt erstklassige Produkte in den verschiedensten Preisklassen und allein hier kann man schon eine Menge bewirken, wenn man nur darauf achtet. Leider ist das nicht für alle Menschen selbstverständlich.

Wie erklärst Du Dir, dass Menschen zu grausamen und unnötigen Tierversuchen fähig sind und dass die Forschung an Tieren sogar stärker gefördert wird als die Suche nach Alternativen?
Unwissenheit und Habgier. Man verschließt die Augen, weil man Geld verdienen möchte und weil es bequemer ist. Viele Menschen da draußen wissen auch einfach nichts darüber. Daher ist es uns bei MTV ein grundsätzliches Anliegen, früh mit solchen Themen anzufangen. Aus persönlicher Erfahrung und dem Wissen über unsere Zielgruppe weiß ich, dass junge Menschen zwischen 14 und 18 für solche Themen sehr offen sind. Sie sind sehr sensibel und ansprechbar, wenn es darum geht, sich für Organisationen wie Peta oder auch Amnesty International zu engagieren. Daher sollte man über diese Dinge sprechen, ohne mit dem Zeigefinger herumzuwedeln.

Das Mitgefühl und Engagement für Tiere erwächst häufig daraus, selbst viel mit Tieren umgeben zu sein. Hast du in Deinem Leben viel mit Tieren zu tun gehabt?
Nein, leider nicht. Ich bin ohne Tiere groß geworden und habe auch jetzt kein Haustier, weil ich alleine wohne. Aber das heißt ja nichts. Man muss ja nicht täglich von Tieren umgeben sein, um sich diese Meinung zu bilden. Nur, weil Tiere keine mathematischen Formeln lösen können, sind sie doch keine niederen Wesen. Man muss nur ihre Mimik beobachten, um zu wissen, dass und wie sie fühlen. Es hat mir schon immer aufgestoßen, wie wir sie behandeln. Schon als kleines Mädchen konnte mich der Zoo nie begeistern. Die waren ja alle eingesperrt.

Also teilst Du auch die Kritik an Zoos?

Absolut. Und das Argument der Betreiber, dass man den Zoo nur aufzieht, um gewisse Arten zu erhalten, fällt doch zusammen, wenn man all die Spezies dort findet, die überhaupt nicht bedroht sind. Warum sind die denn dann da? Ich boykottiere Zoos, auch mit meiner jüngeren Nichte. Ebenso Zirkusshows, die finde ich ganz schrecklich. Ich bin jetzt keine Elephantenexpertin, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die z.Bsp. so erbärmlich wie im Zirkus aussehen würden, wenn sie ein anderes Leben hätten.

Hast Du deswegen kein Haustier, weil auch das schon illegitime Gefangenschaft für Dich ist?

Ich habe keine Tier, weil ich weiß, dass ich es nicht so halten könnte, wie ich sollte. Ich habe eine 70qm-Wohnung und möchte das keinem Hund zumuten. Und ein Vogel im Käfig ist auch kein Anblick, der mich glücklich macht.

Machst Du bei Tierversuchen einen Unterschied zwischen der Forschung für Luxus/Kosmetik und der Forschung, die angeblich der Bekämpfung von ernsten Krankheiten dient?
Sagen wir so: Ich bin nicht so naiv, zu glauben, dass sich der Bereich der medizinischen Forschung so einfach handhaben lässt wie der für den Luxus. Bei Kosmetik und Luxus liegt es auf der Hand, dass keinerlei Tierversuche nötig sind und ich bin schockiert, dass Menschen bei diesen Produkten immer noch zögern, zu den Alternativen zu greifen. Bei der medizinischen Forschung sollte viel massiver nach Alternativen zu Tierversuchen gesucht werden.

Im Gebiet der Verhaltensforschung wird immer betont, dass „der Mensch“ nun mal alles wissen wolle. Glaubst Du an diese angeblich unaufhaltsame Neugier unserer Spezies, die sich in der Wissenschaft ausdrückt?
Mich interessiert das nicht so sehr. Ich glaube auch nicht, dass man von einer Maus oder Ratte ständig auf mich schließen kann. Da fühle ich doch ein bisschen unverstanden. (lacht)

Ein weiterer Bereich der Forschung an Tieren betrifft die Gentechnik und das Verändern und Erschaffen neuer Arten. Noch ist die gentechnische Forschung in Deutschland weitgehend gesetzlich beschränkt. Es wird allerdings schon argumentiert, hier mehr zu erlauben, weil es angeblich der Wirtschaft hilft. Wie denkst du über diesen „Zukunftsmarkt“?
Ich war bisher sehr stolz auf unser Land, weil die Regulierung der Forschung hier anders geregelt ist als in England oder den USA. Genmanipulation- und Forschung macht mir durchaus Angst und ich kann mir nicht denken, wie das unserer Wirtschaftssituation helfen sollte. Selbst, wenn da neue Zweige entstehen, die angeblich Positives hervorbringen, kann ich mir nicht vorstellen, dass das ohne negative Begleiterscheinungen abgehen wird. Wir können doch noch gar nicht wissen, welche Langzeitauswirkungen diese Eingriffe haben. Es ist sicher tragisch, dass es Krankheiten wie Krebs oder Aids gibt, aber dass sie durch solche Manipulation besiegt werden können, erscheint mir doch zu sehr wie Science Fiction. Ich denke eher, dass der Mensch, so wie er von der Natur konstruiert ist, der Perfektion sehr nahe kommt und unantastbar bleiben sollte.

Wie reagierst Du, wenn Du Dir die Enthüllungsvideos zu den Quälereien bei Covenance anschaust? Eher mit Trauer oder eher mit Wut?
Mit Traurigkeit. Ich will ja niemandem selber antun, was ich da sehe. Daher halte ich auch nichts von Aggressivität, bei jeglichem Engagement. Man sollte die Leute von alleine darauf kommen lassen und sie zu nichts zwingen. Es reicht vollkommen aus, diese brutalen Bilder zu veröffentlichen und Aufklärung zu betreiben. Dann reagiert jeder normale Mensch wie wir. What comes around goes around. Das Universum ist eins. Selber aggressiv werden hilft nicht weiter und ist ein Eigentor.

Vertraust Du bei der Verbreitung und beim Durchsetzen von Tierrechten eher auf Gesetze oder auf die Macht jedes Einzelnen als Konsumenten, also die Macht des Marktes?
Letzteres. Sicher sind Gesetze wichtig und manche befolgen sie vielleicht auch, aber sehr viele eben nicht. Sie werden umgangen, es wird ein wenig Schmiergeld hin- und hergeschoben und dann ist es auch wieder vom Tisch. Ich denke eher, dass die Macht der Masse mehr bewirken kann und es wäre schön, wenn entsprechende Produkte wirklich boykottiert und auch die Zoos nicht mehr so stark besucht würden. Da sollte ein Umdenken stattfinden.

Sollte man auch seine Kinder in diese Richtung erziehen oder würdest Du das machen, wenn Du eines Tages Mutter würdest?
Kinder adaptieren ja sehr viel und machen das, was die Eltern machen. Da kann man schon einiges bewirken. Auch meine Nichte befasst sich jetzt schon mit diesen Themen. Man sollte seinem Kind natürlich nicht verbieten, mit der Schulklasse in den Zoo zu gehen und es dadurch ausgrenzen. Besser ist, dass es im Zoo den Mut hat, freche Fragen zu stellen und seine Mitschüler dadurch anzustecken.

Wie man bei Peta2 sehen kann, ist der Tierrechtsgedanke vor allem unter Musikern und Medienschaffenden sehr verbreitet. Wie erklärst Du Dir das?
Wir haben den zeitlichen Luxus, uns nicht 24 Stunden am Tag um unsere Existenz kümmern zu müssen. Außerdem haben wir die Möglichkeit, Dinge publik machen zu können und wenn man weiß, dass einem wirklich jemand zuhört, bekommt man das Bedürfnis, die eigenen Privilegien nicht bloß zum Partymachen auszunutzen. Wenn ein Mensch hingegen jeden Tag zum Fließband muss, um eine sechsköpfige Familie zu ernähren, kann ich verstehen, dass er sich über diese Themen keine Gedanken mehr macht.

Ein letztes Wort an unsere Leserinnen und Leser?

Keep the discussion alive! Einfach darüber reden, ohne aggressive Art. Viele Dinge hallen beim Gegenüber noch lange nach.
 
 
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