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Punkrock, Melodien, Mitgefühl


Antillectual aus den Niederlanden musizieren munter an der Front des europäischen Punkrock. Zu Veröffentlichung ihrer neuen EP "Future History" haben wir mit Drummer Riekus getalkt und ihr werdet im Interview schnell merken, dass die Jungs ihre fette Musik auch noch mit intelligenten Inhalten zu füllen wissen. Ganz besonders freut uns, dass Antillectual auch zu Tieren die richtige Einstellung haben und konsequent "nein" zu Fleisch sagen.

Punkrock und Animal Rights – wie ist deine Meinung dazu? Für mich persönlich geht das Hand in Hand. Als ich mich vor 15 Jahren entschied, Vegetarier zu werden, geschah das hauptsächlich, da mich einige der Bands, die ich hörte, an das Thema heranführten. Ich denke immer noch, dass es bei Punkrock mehr ums Denken und Leben geht, als nur um eine Musikrichtung; es geht darum, selbst zu denken, das zu hinterfragen, was viele einfach so hinnehmen, und Dinge in seinem Leben zu verändern, damit nicht nur du selbst, sondern auch deine Mitwelt davon profitiert. Vegetarismus ist auf jeden Fall eine dieser (ziemlich einfachen!) Entscheidungen, um die Welt ein bisschen gerechter zu machen.
 
Befasst ihr euch mit dem Thema Tierrechte auch auf eurer neuen EP?
 Auf unserem letzten Album „Start From Scratch“ hatten wir den Song „Some of my best friends are meat-eaters“, der sich mit dem Thema befasst und von vegetarischer und veganer Lebensweise handelt. Auf der neuen EP gibt es keinen extra Song darüber, jedoch berührt der Titeltrack „Future History“ dies zumindest etwas. Der Text handelt davon, das Leute denken, kommende Generationen werden uns an dem messen, was momentan in aller Munde ist (Einwanderung, Religionen, die Europäische Union), während andere, vermeintlich „weniger wichtige“ Dinge sehr wohl das sein können, was die Menschen in Erinnerung behalten. Unser heutiger Umgang mit Tieren ist so eine Sache, auf die künftige Generationen schauen werden und es als barbarisch empfinden werden. 



Photo: Lewis Maxwell

Fleischfrei auf Tour – wie läuft das für euch?
 Das ist generell ziemlich einfach. Vegetarismus ist weit verbreitet und akzeptiert bei den meisten Punk-Kids und wenn wir eine Show spielen, dann gibt es meistens sehr leckeres Veggie-Essen. Manchmal passiert es, dass Leute, die mit der Sache noch nicht so vertraut sind, uns eine E-Mail schreiben und uns fragen, was sie denn für uns kochen können. Natürlich geben wir ihnen da gerne Tipps. Neulich bin ich auf diese belgische Webseite gestoßen, die sich speziell mit Veggie-Essen für tourende Bands befasst. Wie gut ist das denn? Auch wenn Vegetarismus in der europäischen (und besonders der deutschen) Punkszene sehr verbreitet ist, hatten wir Erlebnisse, wo das nicht so war – zum Beispiel in Russland. Als wir dort auf Tour waren, haben wir schnell herausgefunden, dass es dort sehr unüblich ist, kein Fleisch zu essen, und oft bekamen wir dann eine Art „Veggie-Suppe“ mit Überresten von Fleisch drin. Aber trotzdem waren die Leute immer bemüht, sich auf uns einzustellen, und waren interessiert an Vegetarismus.



Habt ihr vielleicht Tipps für Bald-Vegetarier? 
Um einen bekannten Slogan zu verwenden: Just do it! Nein, wirklich, es ist nicht so schwer, wie manch einer sich das vorstellt. Das Rauchen aufgeben ist viel schwieriger, glaubt mir. ;) Ich denke, dass wir in einem Teil der Welt leben, in dem wir den Luxus haben, das wählen zu können, was wir essen. Mit diesem Luxus sollten wir bewusst umgehen. Es gibt genug Fleischalternativen da draußen, die lecker und gesund sind, also wählt sie! Und wie bei allen Dingen, die ihr verändern wollt, aber euch unsicher seid: Tut euch mit einem Freund (oder mehreren) zusammen, tauscht Erfahrungen aus und helft euch gegenseitig.

www.antillectual.com

Übrigens: Wer beim Groezrock-Festival mit einem Antillectual-Shirt zum Essensstand von Just Like Your Mom kommt, bekommt zwei vegane Snacks zum Preis von einem!


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