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Warum Bio-Fleisch auch keine Lösung ist

„Ich esse eigentlich kaum noch Fleisch. Und wenn, dann kaufe ich nur das Fleisch vom Metzger meines Vertrauens. Naja, oder Bio-Fleisch.“

Wer das sagt, meint es eigentlich gut. Ganz ohne Fleisch zu leben klingt noch zu schwierig, aber die Tiere sollen dafür wenigstens nicht so leiden.

Dabei gilt natürlich auch bei Bio: für jedes Stück Fleisch stirbt ein Tier. Auch die vermeintlich bessere Haltung endet für Schweine, Kühe oder Hühner mit dem Tod.

Und das ist nicht das einzige Argument gegen Bio-Fleisch.

Bio-Haltung ist nicht besser


Das Bio-Siegel sorgt vor allem dafür, dass Pflanzen ohne chemische Pestizide gedüngt werden, Tiere möglichst wenig gentechnisch verändertes Futter bekommen und Antibiotika nur minimal verabreicht werden, damit nicht zu viel davon im Fleisch landet.

Wie es den Tieren in der Haltung geht, ist zweitrangig. Schweine, aus denen Bio-Schnitzel werden, haben auf rund einem Quadratmeter Stallfläche kaum genug Platz, sich zu bewegen oder irgendwie arttypisch zu leben. "In Ausnahmefällen" dürften auch ihnen die Schwänze abgeschnitten und die Zähne abgeschliffen werden.

Rinder in der Bio-Haltung werden häufig enthornt, auch wenn im Gegensatz zur konventionellen Haltung „nur“ Brennstäbe und keine Ätzstifte verwenden dürfen, damit die Wunde schneller heilt.

Auch bei Tiertransporten unterscheiden sich Bio- und konventionelle Haltung kaum. Die Ökoverordnung besagt nur, dass die Dauer von Tiertransporten möglichst gering gehalten werden sollte. Das ist offen genug, um oft stundenlange Transporte unter schlechten Bedingungen zu bedeuten.

Am Ende steht in jedem Fall der Tod. Tiere aus Bio-Haltung werden in dieselben Schlachthäuser gebracht wie alle anderen.

Bio-Fleisch ist ungesund


Auch für den menschlichen Körper macht es kaum einen Unterschied, ob Fleisch aus Bio-Haltung stammt.

Der Film „Gabel statt Skalpell“ zeigt, wie eine ausgewogene vegane Ernährung im Gegensatz zu einer fleischlastigen, omnivoren Ernährung viele Gesundheitsrisiken senkt und ihnen zum Teil sogar entgegenwirkt. Wissenschaftliche Studien zeigen wiederholt erschreckende Zusammenhänge zwischen übermäßigem Fleischkonsum und Krebs, Herzkrankheiten, Schlaganfällen und Typ-2-Diabetes.



Bio-Fleisch verschwendet Ressourcen


Es bleibt dabei: statt Getreide, Soja und Wasser erst an Tiere zu verfüttern, um sie anschließend zu schlachten, ist es viel ökonomischer, Menschen direkt pflanzlich zu ernähren. Das gilt für die Bio- wie für die konventionelle Haltung.

Mit Umweltfreundlichkeit hat Bio-Fleisch deshalb nichts zu tun. Im Gegenteil: auch die Bio-Haltung schadet Böden, Wasser und Vegetation.



Die einzige Lösung: Leben ohne Tierprodukte

So schön es wäre, wenn Bio-Fleisch bedeuten würde, dass es Tieren gut geht, so wenig stimmt das leider. Verhindern kann das nur, wer keine Tierprodukte kauft. Die Entscheidung muss jeder für sich treffen.

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