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Jeremy & Nessi sprechen über Veganismus.

COMEBACK KID haben sich bereits seit längerer Zeit als feste Größe etabliert. Alben wie "Wake The Dead" oder "Broadcasting" strotzen nur so vor Energie, powervollen Singalongs, Verzweiflung und Hoffnung. Ihr neuestes Machwerk "Symptoms & Cures" beweist all dies einmal mehr und noch besser. Grund genug für uns ein kleines Interview mit Gitarrist Jeremy auf der Imperial Never Say Die Tour zu filmen! Ein schriftliches Interview, dass wir im September mit ihm gemacht hatten, findet Ihr weiter unten im Feature!




Jeremy mit PETA2-Shirt vor dem Nightliner.

Jeremy im PETA2-Talk im September 2010

Hey Jeremy, danke dass Du Dir kurz Zeit genommen hast für uns: Wie lang bist Du schon Veganer und was hat bei Dir ursprünglich den Startschuss zum Veganwerden gegeben?
Ich war bereits seit 2005 Vegetarier und bin dann 2007 komplett vegan geworden. Für mich persönlich war die Kombination von "Ich will gesünder leben" und "Ich will nicht länger Teil der Tötungsmaschinerie sein, die Tiere quält, gefangenhält und letztlich tötet um unseren suchthaften Appetit nach den Müttern, Vätern, Söhnen und Töchtern einer anderen Spezies stillen zu können." Ich wusste schon seit einiger Zeit, dass der Schritt zum Veganismus der richtige ist, aber es hat dann leider doch einige Zeit gedauert, bis ich den Schritt auch wirklich gemacht habe. Mein einziges Bedauern was Veganismus angeht ist, dass ich nicht eher vegan geworden bin!

Gibt´s eigentlich noch weitere Vegetarier oder sogar Veganer in Eurer Band? Wie reagieren Deine Bandkollegen auf Deinen Entschluss ethisch zu leben?
Unsere Band ist extrem offen und tolerant gegenüber allen möglichen Einstellungen und Lifestyles, da wir auch alle ursprünglich auch aus unterschiedlichen Ecken kommen. Bei uns wertet niemand den anderen ab und die Nicht-Veganer bei uns supporten uns auch definitiv in unserer Einstellung. Außer mir ist noch unser Drummer Kyle Veganer seit letztem Jahr!

COMEBACK KID ist unserer Meinung nach eine der derzeit packensten und motivierendsten Hardcore-Bands: Glaubst Du, Hardcore-Musik hat immer noch die Kraft neue Denkanstöße bei den Zuhörern auszulösen und Menschen in anfangs neuen Lebenseinstellungen zu supporten?
Ich bin definitiv der Meinung, dass Hardcore-Bands definitiv immer noch Einfluss auf ihre Zuhörer haben, sei es nun im positiven als auch negativen. Ich weiss ja von mir selbst, wie sehr mir die Szene geholfen hat, Probleme mit anderen Augen zu betrachten und auch beim Schritt zum Vegetarismus und Veganismus hat der Szene-Background definitiv eine Rolle mitgespielt (...) Ich denke einfach, wir als Musiker, die zu einem gewissen Maße in der Öffentlichkeit stehen, sollten anderen ein positives Beispiel sein, wenn wir das Gefühl haben, dass dort draußen Sachen existieren, die es wert sind, dass man für und um sie kämpft und sie direkt anspricht, auch wenn uns dieses ganze Rockstar-Ding ganz und gar nicht liegt und wir auch nie so werden wollen.

Wie würde für Dich persönliche eine gerechte Welt aussehen?
In einer gerechten Welt würden Menschen meiner Meinung nach einsehen, dass sie kein Fleisch essen müssen, um zu überleben. Heutzutage ist es so einfach wie nie zuvor sich vegan zu ernähren! Natürlich ist mir klar, dass es immer Leute geben wird, die das nicht einsehen wollen und werden, aber gleichzeitig gibt es mir auch Hoffnung, wenn ich sehe, wie viele Menschen nach und nach den Schritt zum Veganismus machen. Desto mehr Veganer wir werden, desto leichter wird es werden, vegan zu leben.

Unsere Sommerkampagne "Break The Chains" konzentriert sich auf Wildtiere in Zirkussen: Was ist Deine Meinung zu Zirkussen im allgemeinen?
Ich kann es bis zu einem gewissen Punkt ja sogar nachvollziehen, dass manche Menschen es faszinierend finden, wenn große Tiere unglaubliche Tricks vollführen. Aber es ist nunmal eine Tatsache, dass es langer, qualvoller und vor allem vollkommen unnötiger Weg ist, ein Tier zu diesem Punkt zu bringen. Hinter den Kulissen, abseits der Manege, werden diesen armen Tieren entsetzliche Dinge angetan, damit sie diese Tricks überhaupt lernen. Ich bin sicher, dass Tiere wie Elefanten, Wildkatzen und Nashörner viel lieber frei in ihrer Heimat ihr Leben verbringen würden, als psychisch und körperlich gedemütigt und gequält zu werden. Es ist einfach eine Schande.

Danke für das Interview, Jeremy. Letzte Frage: Was würdest Du denen da draußen sagen, die immer noch der Meinung sind, dass es ein schwieriger und teurer Weg ist, vegan zu leben?
Ich würde ihnen sagen, dass ich ständig mit unserer Band um die Welt reise und ich dabei immer etwas zu essen oder zum snacken finden kann. Vielleicht ist es ab und an etwas nervig, wenn man um 6 Uhr morgens irgendwo am Flughafen steht, aber ansonsten ist es nicht mal ansatzweise so anstrengend und schwierig, wie viele vielleicht denken. Vegan sein kann teuer sein, muss es aber überhaupt nicht. Ich liebe es zu kochen und Essen zu machen, wenn ich zuhause bin und es ist definitiv Quatsch, dass ich jetzt wo ich vegan bin, mehr Geld für mein Essen ausgebe, als zu Zeiten in denen ich noch tierische Produkte gekauft habe.

Nachdem das hier klargestellt ist, möchte ich noch schnell etwas anfügen: Selbst wenn eine vegane Ernährung teuer WÄRE, hätte ich auch kein Problem damit mehr für meine Ernährung auszugeben, als manch andere evtl. dafür bereit wären. Ich bin der Meinung, dass die größte und wichtigste Investition, die Menschen generell machen die ist, bei der es darum geht wie sie sich selbst und ihre Kinder ernähren. Eine kluge vegane Lebensweise stattet Dich mit der Energie, der Kraft und der Gesundheit aus, die brauchst um alles andere, was Dir im Leben wichtig ist, tun zu können!

Danke, dass Ihr mich interviewt habt, ich rede gerne über Dinge die mir wichtig sind und Veganismus steht dabei definitiv ganz vorne auf meiner Liste!
 
 
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