Der vegane Elternguide

Ihr habt‘s geschafft: Ihr habt euch für eine tierleidfreie Lebensweise entschieden – und dann wollen auf einmal die Eltern dazwischen funken. Weil sie es nicht verstehen wollen, sich Sorgen machen oder irgendeinen anderen Grund haben. Ganz ehrlich? Wir kennen das ALLE! Hier die wichtigsten Tipps, um euren Eltern (Großeltern, Tanten, Cousins, was auch immer) die Sorgen zu nehmen und in Toleranz und Verständnis zu verwandeln.

Werdet zu "Gesundheitsexperten"!

Häufigster Diskussionspunkt: angebliche Mangelerscheinungen, die JEDER Veganer hätte. QUATSCH! Informiert euch über die wichtigen gesundheitlichen Aspekte einer tierleidfreien Ernährung. Wir haben ganz einfach für euch aufgeschrieben, warum ihr auf keinen Fall einen Eiweißmangel bekommen könnt, warum ihr Milch nicht braucht, um gesunde Knochen zu haben, und warum ihr mit einer pflanzlichen Kost sogar die Risiken für Herzkrankheiten und viele Krebsarten reduziert. Und auch die Sache mit dem Vitamin B12 haben wir erklärt.

Das vegane Leben aus Sicht eines Arztes

Um letzte Zweifel zu beseitigen, äußert sich hier auch noch der Arzt und Ernährungsexperte Dr. Ernst Walter Henrich über die vegane Ernährung. Das Video könnt ihr gerne auch euren Eltern zeigen.

Ernst Walter Henrich studierte Medizin in Köln und promovierte 1986 an der medizinischen Fakultät zum Dr. med. Er spezialisierte sich auf Gebiete der Gesundheitsvorsorge – insbesondere auf gesunde Hautpflege und gesunde Ernährung.


Hier gibt es ein PDF mit einer Eine ärztliche Analyse und Bewertung der veganen Ernährung.

youtube channel


Bleibt cool!

Jeder Veganer muss sich ständig irgendwelche dummen Kommentare anhören. Das beste Mittel dagegen: sich auskennen, sachlich und ruhig bleiben. Die Fakten sprechen alle für euch. Und wenn euer Gegenüber merkt, dass die Sprüche euch nicht beeindrucken, wird es irgendwann auch langweilig. Auf die häufigsten Fragen haben wir hier knappe Antworten.

Allerdings gibt es manchmal so bescheuerte Sprüche oder sogar Beleidigungen, auf die es kein vernünftiges Argument gibt. Wenn ihr es jetzt schafft, immer noch cool und freundlich zu bleiben und euren Gesprächspartner auf Unsachlichkeiten aufmerksam macht, seid ihr nicht nur Sieger nach Punkten, sondern ihr habt euch selbst einen Gefallen getan: Ihr nehmt nicht an einem albernen Streit teil. Ein schiefer Haussegen hilft auch keinem weiter. Sprecht mit den Familienmitgliedern, mit denen ihr euch am besten versteht, und bittet sie, zu vermitteln – schließlich geht es euch nicht darum, mit eurer Familie zu streiten, sondern eure Tierliebe aktiv zu leben.

Aber vor allem: Bewahrt euren Humor! Steigt nicht auf jeden blöden Kommentar ein und nehmt euch nicht alles zu Herzen! Wenn die Großmutter wie jedes Wochenende fragt, ob ihr immer noch keinen Braten esst, fragt sie das nächste Mal (mit einem Grinsen), ob sie immer noch Fleisch isst.

Fangt an zu kochen!

Manche Eltern haben keine Lust auf den zusätzlichen Aufwand und wissen auch gar nicht, wo sie beispielsweise vegane Sahne bekommen. Das frustriert. Daher: Helft mit – oder bietet zumindest eure Hilfe an! Bereitet eure vegane Version ggf. selbst zu oder helft mit beim Einkauf – unser Einkaufsguide zeigt euch, was ihr Veganes im Supermarkt um die Ecke bekommt.

Zur nächsten Familienfeier könnt ihr auch mal etwas Veganes mitbringen, oder ihr kocht einfach so für eure Familie. Unter www.peta2.de/Rezepte haben wir Rezepte und Küchentipps für euch. Wie wäre es zum Beispiel mit Raclette, einem Nudelsalat, einer veganen Grillparty oder einer Einladung zu Kaffee und Kuchen? Leckeres Essen ist immer ein tolles Argument für eine tierleidfreie Lebensweise. Damit zeigt ihr nicht nur Verantwortungsbewusstsein, sondern auch, wie wichtig euch das Ganze ist – und mit mitgebrachten veganen Köstlichkeiten müsst ihr auch bei Familienfesten nicht hungern.

Sucht das Gespräch

Ihr seid euren Eltern wichtig, und sie meinen es in der Regel gut mit euch. Auch wenn sie vielleicht fürchten, eure vegetarische oder vegane Lebenssweise macht mehr Arbeit, sind sie vor allem sicherlich besorgt, dass ihr nicht mehr genug Nährstoffe bekommt, um gesund zu bleiben. Sie regen sich vielleicht auf und es gibt Streit, aber dahinter stehen mit ziemlicher Sicherheit echte Sorgen. Fragt sie, was sie genau befürchten, was sie genau gegen eine vegetarische oder vegane Ernährung haben, und geht ruhig und sachlich auf ihre Einwände ein. Bittet sie, euch ernst zu nehmen, aber versucht auch, ihre Bedenken ernst zu nehmen – gemeinsam könnt ihr sie viel besser aus dem Weg räumen!

Macht euer Ding!

Nur weil ihr jetzt eure Ernährung umstellt, muss eure Familie nicht unbedingt mitziehen. Wir können total gut nachvollziehen, dass ihr gerne hättet, dass die Menschen, die ihr liebt und die euch nahestehen, eure Motivation verstehen und am besten künftig auch kein Fleisch mehr essen. Aber versucht nicht, eure Familie zu missionieren – schließlich möchtet ihr mit eurer Ernährungsweise genauso akzeptiert werden, wie eure Familie mit ihrer! Das könnt ihr auch ruhig so sagen: „Ich hätte gerne, dass ihr mich so akzeptiert, wie ich bin.“ Wenn ihr allerdings merkt, dass eure Familie grundsätzlich interessiert ist, könnt ihr sie auch fragen, ob sie mit euch eine Dokumentation anschaut. Oder ihr versucht, einen fleischfreien Tag in der Woche einzurichten. Vor allem aber solltet ihr eure Energien nicht unnötig verschwenden – mit der Großmutter hat es vielleicht nicht viel Sinn, zu diskutieren, und manchmal ist es besser, sich darauf zu einigen, dass man sich nicht einigen kann, und in Frieden weiterzuleben.

 
 
Hier geht es zum PETA2 Online-Shop
 

peta2_praesentiert

  •  
  •  
  •  
  •  
  •