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FAQ Haustiere

"Ist PETA der Ansicht, Menschen sollten keine Haustiere halten?"
Die ersten Fossilien, die den Knochen moderner Hunde ähneln, sind ungefähr 12.000 Jahre alt, daher wissen wir, dass der Mensch bereits mindestens seit dieser Zeit eine Faszination für domestizierte Wölfe hatte. Etwa vor 5.000 Jahren waren die Ägypter die ersten, die Katzen zähmten, um mit ihnen die Zahl der Nager unter Kontrolle zu halten. Seither haben sich Zucht und Pflege von Hunden und Katzen explosionsartig zu einer Liebesaffäre, einem Sport, aber auch boomenden Geschäft entwickelt. Dieser internationale Zeitvertreib hat zu einem Problem der Überpopulation geführt mit der Konsequenz, dass alljährlich zig Tausende unerwünschter Tiere in den Händen von Misshandlern leiden und in Tierheimen landen. Einem Hund oder einer Katze aus dem Tierheim ein liebendes Zuhause zu geben, ist ein kleiner, aber sinnvoller Beitrag, etwas von dem Leiden zu verringern. Das Wichtigste, das Tierhalter tun können, ist, ihre Tiere kastrieren zu lassen und keine Tiere von Züchtern oder in Zoohandlungen zu kaufen, da diese zum Problem der Überpopulation beitragen.

"Brauchen Welpen von Züchtern nicht genauso dringend ein Zuhause wie solche in Tierheimen? Und wie sonst finde ich eine bestimmte Rasse?"
Bei Züchtern werden die Hündinnen oft unter schlimmen Bedingungen draußen in Zwingern ohne Schutz vor der Witterung gehalten, müssen Regen, Kälte, Hitze und beißende Winde ertragen. Auch soziale Kontakte und jeglichen Hundekomfort verwehrt man ihnen. Stattdessen werden sie wie "Wurfmaschinen" behandelt. Ihre Welpen nimmt man ihnen oft schon sehr früh weg. Mangelnde Zuchtkriterien führen zu zahlreichen gesundheitlichen Problemen, darunter krankhafte Unruhe, Parvovirose, Erkrankungen der Atemwege, körperliche Deformationen, Taubheit, Augenerkrankungen und viele weitere Leiden.
So mancher Züchter wurde schon dabei ertappt, wie er nicht verkaufte Hunde auf dem eigenen Gelände umbrachte und einfach in den Müll schmiss. Während Züchter Tausende Welpen Jahr für Jahr produzieren, werden in den örtlichen Tierheimen Tausende Tiere abgegeben oder im Wald oder auf der Straße ausgesetzt. Tierheime sind völlig überfüllt und finden nur für einen kleinen Teil der Tiere, die ihnen gebracht werden, ein gutes Zuhause. Solange es dieses Problem der Überbevölkerung gibt, kann von "verantwortungsbewusster" Zucht keine Rede sein.
Wenn Du über die Zeit, Energie, Liebe, den Platz und das Geld zur Versorgung eines Hundes oder besser noch zweier Hunde verfügst, adoptiere bitte ein Tier aus dem Tierheim. Mischlingshunde sind gewöhnlich gesünder und ausgeglichener als reinrassige Hunde, aber es finden sich in Tierheimen selbstverständlich auch viele reinrassige Tiere.

"Könnten wir nicht mehr Tierheime bauen?"
Tierheime sind nicht die Lösung. Die Hunde und Katzen brauchen mehr als nur Obdach, Futter und Wasser. Sie brauchen und verdienen Liebe und Fürsorge, die regelmäßige Gesellschaft von Menschen, Achtung vor ihrer Individualität und die Möglichkeit, zu spielen und herumzurennen.

"Was hält PETA davon, streunende Katzen in Fallen zu fangen, zu kastrieren und wieder freizusetzen?"
Leider haben unsere Erfahrungen mit diesen Programmen, in denen streunende Katzen in Fallen gefangen, kastriert und wieder freigesetzt und diese Katzenkolonien "kontrolliert" werden, bei uns die Frage aufkommen lassen, ob dies wirklich im besten Interesse der Katzen ist. Wir erhalten ständig Berichte von Vorfällen, bei denen Katzen - ob "unter Kontrolle" oder nicht - schrecklich litten und einen furchtbaren Tod starben, weil sie draußen ganz auf sich alleine gestellt ums Überleben kämpfen müssen. Wir waren leider selbst Augenzeugen hautnah der furchtbaren Dinge, die streunenden Katzen zustoßen können, weswegen wir nicht guten Gewissens für diese Programme als einer humanen Methode zur Bekämpfung der Überpopulation plädieren können.
Wir sind der Ansicht, dass es akzeptabel ist, streunende Katzen einzufangen, zu impfen, zu kastrieren und wieder freizulassen, wenn sie fernab vor Straßen, Menschen und anderen Tieren leben, die ihnen Schaden zufügen könnten, wenn sie regelmäßig von Menschen betreut werden, d.h. nicht nur gefüttert, sondern auch tierärztlich versorgt werden, und das in einer Gegend, in der sie keinen Kontakt mit Wildtieren haben oder einem extremen Klima ausgesetzt sind.

"Warum soll man Hunde nicht an die Kette legen? Ist das nicht besser, als sie draußen unkontrolliert rumlaufen zu lassen?"
Einen Hund zu Einzelhaft an einer Kette zu verurteilen ist so grausam, dass es sogar vielerorts verboten ist. Hunde an der Kette leiden unter sengender Hitze, bitterer Kälte, Regen und Wind immer mit dem Risiko, einen Hitzschlag, Erfrierungen oder witterungsbedingte Erkrankungen zu bekommen. Ketten können sich an Bäumen oder anderen Gegenständen verheddern, Wasserschüsseln können leicht umkippen, und Futter kann im Sommer rasch verderben und im Winter einfrieren.
Angekettete Hunde entwickeln häufig eine übertriebene Angst vor Eindringlingen und extremen Bewacherinstinkt für ihr winziges Stückchen Land. Sie sind außerdem leichtes Ziel für grausame Menschen, die sie ärgern, und so werden viele Kettenhunde scheu und misstrauisch. Und wen wundert's, dass Hunde, die den Großteil ihres Lebens an der Kette verbracht haben, oft gefährlich werden, während Hunde, die gute Sozialkontakte haben, selten beißen.
Aber was vielleicht am schlimmsten ist: Kettenhunde leiden entsetzlich unter Einsamkeit. Sie sind Rudeltiere, die sich danach sehnen, mit ihrer Menschenfamilie zu leben, von der sie geliebt werden. Einem Hund diese Gesellschaft zu verweigern, ist so grausam, dass manche Hunde unter dieser Einsamkeit sogar wahnsinnig werden. Es ist daher für alle Beteiligten das Beste, wenn Hunde als geschätzte Familienmitglieder gehalten werden.

"Warum soll man Vögel nicht in Käfigen halten?"
Alle in Käfigen gehaltenen Vögel stammen entweder aus Wildfang oder wurden in Gefangenschaft gezüchtet. In der Wildnis leben diese wundervollen Geschöpfe nie alleine, und wenn sie von ihrem Schwarm getrennt werden, selbst nur für einen Moment, rufen sie aufgeregt nach ihren Kumpanen. Diese sozialen Tiere putzen sich gegenseitig, fliegen und spielen miteinander und teilen sich auch die Pflichten des Eierausbrütens. Viele Vogelarten sind ein leben lang monogam und teilen sich die Aufzucht der Jungen. In der Wildnis suchen sich viele Vögel nicht erneut einen Lebenspartner, wenn sie den ersten verloren haben.
Das Leben in Gefangenschaft bedeutet für Vögel oft die Todesstrafe, denn sie können an Fehlernährung, Einsamkeit und dem Stress der Beengtheit und des Eingesperrtseins in einer unzulänglichen Umgebung leiden. Vögel sollten fliegen und mit anderen ihrer Art in einer natürlichen Umgebung zusammen sein. In Gefangenschaft werden sie aggressiv oder leiden an Gemütsschwankungen. Die Los Angeles Times berichtete, dass Papageien "in Gefangenschaft schnell zu frustrierten 'Asthocker' werden... Viele sind am Ende zu fett und leiden an Verhaltensstörungen wie Kreischen, Beißen und Selbstverstümmelung, indem sie sich die Federn ausrupfen." James Serpell, Leiter des Center for the Interaction of Animals and Society an der Universität von Pennsylvania meint dazu: "Papageien sind die Primaten der Vogelwelt. Sie lassen sich nicht damit abspeisen, auf einer Stange zu sitzen und zu singen."
Vögel werden häufiger als jedes andere Tier geschmuggelt. Vor ihrem Versand werden viele Vögel zwangsgefüttert, bekommen Flügel gestutzt und die Schnäbel mit Klebeband zugebunden. Dann stopft man sie in alles Mögliche, vom Ersatzrad bis zum Koffer, um sie zu verstecken. Und so erstaunt es auch nicht, dass bis zu 80 Prozent der Vögel während einer Lieferung sterben.
Wenn Du Vögel liebst, setz Dich sich mit einer Vogel-Rettungsgruppe in Deiner Nähe in Verbindung, um zu erfahren, wie Du einen misshandelten oder vernachlässigten Vogel in Pflege nehmen oder adoptieren kannst.
 
 
Hier geht es zum PETA2 Online-Shop
 

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