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Irie Révoltés - Ya Basta!

Normalerweise läuft das so: Musiker machen Musik und Politiker machen Politik. Oder? Wie aber kann man Politik und so richtig coole Musik verbinden? Da fragen wir am besten mal die Jungs von Irie Révoltés! Die neunköpfige Truppe aus Heidelberg kriegt das nämlich schon seit über 10 Jahren so richtig gut hin. Mit ihrer eigenwilligen Mischung aus Pop, Hip Hop und Reggae haben sie schon den einen oder die andere hartgesottene Ton, Steine, Scherben Hörerin von sich begeistern können. Und die sind bekanntlich ziemlich hart zu überzeugen. Wie funktioniert das aber? Eigentlich ist es ziemlich easy: Irie Révoltés spiele nicht nur auf normalen Konzerten und den gängigen Festivals. Nee, die Truppe scheut sich eben nicht davor auch bei sozialen Protesten wie dem G8-Gipfel in Heiligendamm 2007, wo es auch schon mal zu harten Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei kam, den musikalischen Soundtrack zu liefern und vor Ort ihre motivierenden und bewegenden Songs zu spielen. Und auch sonst sind Irie Révoltés nicht wie andere Bands. Die Jungs sind nämlich als Kollektiv organisiert und ohne einen Konsens geht bei ihnen wenig. Das bedeutet gleichzeitig aber auch, dass sich Entscheidungsfindungen in nächtelange Diskussionen ausweiten können. Denn übergangen wird beim Konsensprinzip keine Meinung.

Lest das Interview mit Sänger Mal Élève

Irie Revoltés sind ja gerade mega angesagt. Wie lang gibt’s euch denn schon? Mal élevé: Uns gibt es seit 2000, also mittlerweile schon seit 11 Jahren :-)

Ihr haltet ja auch immer die politische Fahne raus. Was genau sind denn eurer Meinung nach weltpolitisch aktuell die wichtigsten Themen Mal élevé: Meiner Meinung nach sind grad die Revolten in Nordafrika sehr aktuell und wichtig. Ausserdem natürlich Themen wie die Flüchtlingspolitik der EU und der USA.

Wofür und wie engagiert ihr euch? Mal élevé: Es gibt sehr viele Themen, die uns beschäftigen und für die wir uns auch engagieren. Während unsrer „mouvement mondial tour“ 2010 hatten wir eine Kampagne gestartet gegen die Residenzpflicht, ein Gesetz, das Flüchtlingen in Deutschland die freie Bewegung außerhalb des ihnen zugewiesenen Landkreises verwehrt. Nur als Beispiel. Generell ist es uns wichtig, immer auch aktiv zu sein und nicht nur zu „labern“. Wir singen über Themen wie Rassismus und Ausbeutung. Wollen es aber nicht nur beim Singen belassen. Wir wollen unsere Zuhörer_innen auch ermuntern etwas zu tun und ihnen Alternativen aufzeigen...

Uns wurde geflüstert du seist vegan. Stimmt das? Und wie sieht es mit dem Rest der Band aus? Mal élevé: Ja, das bin ich. Mittlerweile seit 8 Jahren. Die anderen der Band leider nicht :-) Ein paar sind Vegetarier...

Habt ihr schonmal was in Richtung „Tierrechte“ gemacht oder ist das für euch noch ein weißer Fleck auf der Politik-Landkarte? Mal élevé: Wir als Band noch nicht. Ich selbst schon. Aber das ist schon auch noch ein Thema, über das ich auch gerne was schreiben will...

Gute Vorsätze für 2011? Mal élevé: Hmmm. Auf jeden Fall ein paar Aktionen reißen im Rahmen der Band. Mein persönlicher Fokus ist momentan die deutsche Asylpoltik und speziell die Residenzpflicht als ein Markenzeichen des staatlichen Rassismus. Da will ich dieses Jahr eine Kampagne starten!!!! Vegan ist für mich bereits schon so normal und glücklicherweise gibt es da in Berlin auch eine riesen Community mit vielen leckeren Imbiss und Restaurants:-) aber das wär natürlich cool, wenn es das auch in anderen Städten mehr geben würde.
 
 
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