Wo ist der Unterschied?

Warum streicheln wir Hunde und töten Schweine?


Obwohl wir alle im Grunde unseres Herzens wissen, dass die Tierindustrie - ob Bio oder Massentierhaltung - ein dreckiges und grausames Geschäft ist, entscheiden wir uns, es nicht so genau wissen zu wollen. Es ist uns eigentlich klar, dass Fleisch immer von getöteten Tieren stammt – wir verdrängen es aber, jeden Tag. Wir verdrängen sogar, dass es unsere eigene Entscheidung ist, Massentierhaltung und das Töten von Tieren zu unterstützen. Jedes Mal, wenn wir Fleisch und Tierprodukte essen, treffen wir eine Wahl, und je normaler es sich anfühlt, desto richtiger fühlt es sich an. Gewaltvolle Ideologien wie der Karnismus funktionieren auf dem Grundsatz, dass wir in gewisser Weise eine Ahnung und ein Wissen von einer unbequemen Wahrheit in uns haben, diese jedoch verdrängen und in unser Unterbewusstsein verbannen.

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Karnismus - der Grund, warum wir Tiere essen.


Karnismus ist das Glaubenssystem, das es Menschen ermöglicht, manche Tiere als Fleischlieferanten zu betrachten und andere nicht.

Karnismus verzerrt unsere Wahrnehmung und damit unsere Realität. Nur weil wir die Tiere, die wir töten und essen nicht sehen, bedeutet dies nicht, dass diese Tiere nicht existieren. Nur weil das System bislang keinen Namen hatte, heißt das nicht, dass es nicht existiert. Egal wie weit und tief die Lügen und Mythen über Fleisch tradiert und manifestiert sind, es macht sie nicht zu Wahrheiten! Karnismus lehrt uns, lebende Tiere als lebende Gegenstände zu sehen. Obwohl sie Individuen sind, begreifen wir sie mit karnistischen Augen – und sprechen damit ihr Todesurteil. Warum das funktioniert? Durch folgende zwei Methoden:


1. Versachlichung
"Objektifizierung" nennt man den Prozess, der dazu führt, dass man ein lebendes Wesen als einen leblosen Gegenstand wahrnimmt. Bei Tieren geschieht das auf unterschiedliche Weise: Zum Beispiel dadurch, dass wir sie nicht behandeln, wie Lebewesen – in der Massentierhaltung werden sie gestapelt wie Kartons, sie werden auf dem Fließband transportiert, sie werden maschinell getötet, aufgeschlitzt und verarbeitet, genauso, wie andere Gegenstände maschinell produziert werden. Besonders versachlicht werden Fische: Ihre Fangmenge wird nicht etwa in Stückzahl der Fische gerechnet, sondern lediglich in Kilo und Tonnen.
Aber wir objektifizieren sie auch schon vorher, indem wir ihnen zum Beispiel ihre Leidensfähigkeit und Bedürfnisse absprechen. Tiere werden häufig als „Biomaschinen“ angesehen, als Produktionseinheit deren einziger Wert ihre Wirtschaftlichkeit darstellt.



2. Entindividualisierung
Dahinter verbirgt sich der Vorgang, der dazu führt, dass man Individuen lediglich nach ihrer Gruppenzugehörigkeit beurteilt und sie damit über einen Kamm schert. Genau das machen wir mit Tieren: Ein Schwein etwa ist ein Schwein wie tausend andere Schweine. Mastschweine haben keine Namen, sie haben lediglich eine Nummer. Stell Dir vor, das Schweinefleisch, das Du isst, hätte ein Foto und eine Persönlichkeitsbeschreibung des Tieres auf der Packung: „Berta war äußert verspielt und ließ sich gerne den Bauch streicheln. Sie liebte den Regen, spielte geschickt Fußball und hörte aufmerksam zu, wenn man ihr etwas erzählte. Als man sie von ihrer Mutter trennte, verweigerte sie drei Tage lang jede Nahrung, sogar Rote Beete, ihre Lieblingsspeise.“
Die meisten Menschen essen kein Fleisch von Tieren, die sie zu Lebzeiten kannten oder zu denen sie gar eine Bindung hatten – wenn wir die Individualität anderer erkennen, unterbricht dies den Prozess der Entindividualisierung und erschwert es uns, die psychische und emotionale Distanz aufrechtzuerhalten, die nötig ist, um das Tier zu verletzen oder zu töten.


Je mehr Opfer, desto weniger Wirkung.

Je größer die Anzahl der Opfer, desto mehr verdrängen und entpersonalisieren Menschen diese Opfer – ganz gleich, ob es sich dabei um Mitmenschen oder Tiere handelt. Die emotionale Reaktion nimmt proportional zur steigenden Opferzahl ab. Es wurde mittlerweile in psychologischen Studien nachgewiesen, dass dieses „Verdrängen“ bereits ab 2 Opfern beginnt. Einzelne Opfer (zum Beispiel ein ertrunkenes Hundebaby im Kanal) erregen viel mehr unser Mitgefühl, als eine große Zahl an Opfern (zum Beispiel 100 Erdbebenopfer).

Wenn man sich also vorstellt, dass in Deutschland jährlich mehrere hundert Millionen Tiere geschlachtet und getötet werden, dann kann man sich das eigentlich nicht vorstellen – diese Zahl ist zu hoch, zu abstrakt, zu unwirklich. Wir können mit ihr nicht viel anfangen und sie macht uns deshalb auch nicht so betroffen, wie wenn uns etwa die Nachricht erreicht, dass jemand einen Hund von einer Brücke geworfen hat.

„Wenn ich nur die Masse im Blick habe, werde ich nie aktiv werden.“ (Mutter Theresa)



Die drei N's der Rechtfertigung: Normal, Natürlich & Notwendig


Diese drei N's wurden in der Geschichte der Menschheit schon immer dazu benutzt, um ausbeuterische Herrschaftsverhältnisse zu rechtfertigen; vom Sklavenhandel in Afrika über die Unterdrückung der Frau bis hin zum Nazi-Holocaust. Sobald eine Ideologie erst einmal ihren Höhepunkt erreicht hat, werden diese Mythen nur von einer Minderheit in Frage gestellt. Erst wenn das System kollabiert, schüttelt man rückblickend den Kopf und kann nicht glauben, zu was Menschen fähig sind.

Die drei N's sind dermaßen in unserem sozialen Bewusstsein verankert, dass sie unser Handeln lenken, ohne dass wir auch nur anfangen müssen über sie nachzudenken. SIE DENKEN FÜR UNS! Wir leben, als ob sie universelle Wahrheiten wären, dabei sind sie nichts anderes als Meinungen.

Diese drei N's sind also mächtige Instrumente, die es ermöglichen, unser Handeln zu beeinflussen. Aber sie machen noch mehr: Sie lindern unser moralisches Unbehagen. Wenn sich in uns der Gedanke regt, dass man eigentlich nicht einverstanden ist mit der Art, wie wir mit Tieren umgehen, kommen die drei N’s auf den Plan und sie sagen: „Es ist normal! Es ist natürlich! Es ist notwendig!“ Und die meisten sind erleichtert und dankbar für eine gute Entschuldigung und denken, sie müssten ihr Verhalten nicht ändern.

Die drei N's wirken also wie geistige und emotionale Scheuklappen und verdecken die Widersprüche zwischen unserem Empfinden gegenüber Tieren und der Art und Weise, wie wir sie tatsächlich behandeln.



Fleisch & Tierprodukte essen – ist das wirklich normal?

Vegetarier und Veganer hören das wieder und wieder: Menschen haben schon immer Fleisch gegessen. Jeder isst Fleisch. Fleisch essen ist normal. Aber was bedeutet das eigentlich? Sind unsere sozialen Normen objektive Tatsachen? Sind sie angeboren oder von Gott gegeben? Mitnichten. Sie wurden von Menschenhand gemacht und sie können von Menschenhand auch wieder abgeschafft werden.



Fleisch & Tierprodukte essen – ist das wirklich natürlich?

Es gibt immer noch zu viele Menschen, die meinen, Fleisch essen sei natürlich, da die Menschheit schon seit Jahrtausenden Tiere gejagt und gegessen hat – und leiten deshalb ab, es sei gerechtfertigt, Tiere zu essen. Aber reicht dieses Argument aus? Sind Dinge vertretbar, nur weil wir sie schon immer getan haben? Wenn wir an Dinge wie Mord, Vergewaltigung oder Raub denken, wird schnell klar: Auch das hat es schon immer gegeben, aber deshalb ist es noch lange nicht richtig. Kein Mörder käme mit der Rechtfertigung „Mord und Totschlag hat eine lange und feste Tradition in der Menschheitsgeschichte!“ vor Gericht davon – zu Recht! Denn worauf es ankommt, ist nicht die Natürlichkeit einer Handlung, sondern ihre Vertretbarkeit.
Und auch in anderen Hinsichten kämen wir nicht auf die Idee, auf die Natürlichkeit der Dinge zu pochen: Frauen rasieren sich ihre natürliche Bein- und Achselbehaarung ab, wir verwandeln Feld und Wald in Flughäfen und Autobahnen damit wir nicht auf unsere natürlichen Fortbewegungsapparate (nämlich unsere Beine) angewiesen sind oder auch mit Verhütungsmitteln schlagen wir der Natur ein Schnippchen. Was lernen wir daraus? Wir suchen uns sehr wählerisch und willkürlich aus, was für natürlich und deshalb vertretbar halten, und was nicht. Warum das so ist? Karnismus hat die Tücke, sich zu „naturalisieren“, sprich: Das karnistische Denksystem hat die Fähigkeit, uns ein Gefühl falscher Natürlichkeit zu vermitteln.



Fleisch & Tierprodukte essen – ist das wirklich notwendig?

Der Glaube daran, dass es „notwendig“ sei, Fleisch zu essen, ist eng verbunden mit dem Glauben, es sei „natürlich“, Fleisch zu essen. Denn wenn es biologisch notwendig ist, Tiere zu essen, bedingt der Fleischkonsum das Weiterbestehen der menschlichen Spezies. Und obwohl uns eigentlich klar ist, dass es sehr wohl problemlos möglich ist, ohne Fleisch ein gesundes und langes Leben zu führen, berufen wir uns trotzdem immer wieder auf den Mythos, der Konsum von Tierprodukten sei notwendig. Und dabei wird erst umgekehrt ein Schuh draus! Der Konsum von Tierprodukten steht eng im Zusammenhang mit Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht, Herz- und Kreislauferkrankungen und Krebs.
Und was ist mit den Arbeitsplätzen? Die Tierindustrie ist doch wirtschaftlich gesehen eine Notwendigkeit, stimmt’s? Falsch! Zum einen hören die Menschen nicht auf zu essen oder zu konsumieren, bloß weil sie keine Tiere mehr essen. Ihr Konsum verändert sich und die Wirtschaft bräuchte nicht lange, um sich darauf einzustellen. Aber grundsätzlich darf eine Gesellschaft, die an sich selbst den Anspruch auf ein ethisches Bewusstsein erhebt, eine solche Argumentation gar nicht erlauben. Hätte die Sklaverei in den Vereinigten Staaten nicht abgeschafft werden sollen, weil das einen Zusammenbruch der bis dahin gekannten Wirtschaftsordnung bedeuten würde? Sollten Kriege geführt werden, weil die Waffenindustrie ein florierendes Geschäft ist und für unzählige Menschen Arbeitsplätze bereit hält und dem Bruttosozialprodukt ein dickes Plus beschert?

Es ist an der Zeit in Frage zu stellen, was in der Gesellschaft als normal, natürlich und notwendig gilt!





Die Basis von "Justice For All"

Die peta2-Kampagne "Justice For All" basiert auf dem Buch "Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen" von Melanie Joy. Das Buch ist in deutscher Sprache erhältlich bei Roots of Compassion!
 
 
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