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Tierversuche für Kosmetik, Körperpflege- und Haushaltsprodukte

In der Europäischen Union sind Tierversuche für Endprodukte von Kosmetik- und Toilettenartikeln zwar bereits seit 1998 verboten, was aber nicht bedeutet, dass man alles was in den Regalen steht, unbedenklich kaufen kann. Die Inhaltsstoffe der Produkte könnten vielleicht von dem Unternehmen selbst oder einem Zulieferer an Tieren getestet worden sein.

Ab März 2013 soll eigentlich auch das verboten sein, laut der EU-Kosmetikrichtlinie dürften ab diesem Datum keine Kosmetika mehr in der EU verkauft werden, deren Inhaltsstoffe irgendwo auf der Welt an Tieren getestet wurden. Die Kosmetikindustrie wehrt sich aber nun gegen diese Deadline und macht Druck, das Verbot auf unbestimmte Zeit aufzuschieben! Solch ein Aufschub wäre ein fatales Signal, denn nur mit einem konkreten, zeitnahen Termin vor Augen besteht der Anreiz für die Industrie, die – in einigen Bereichen noch fehlenden – Alternativmethoden rechtzeitig zu entwickeln. Diese Methoden könnten dann auch in anderen Bereichen wie z.B. in der Chemikaliensicherheit anstelle von Tierversuchen eingesetzt werden und würden so den Tod von Tausenden Tieren jährlich verhindern.
Hilf uns, einen Aufschub der Deadline zu verhindern, damit keine Tiere mehr für Kosmetika leiden und sterben müssen!

Welche Produkte sind betroffen?

Die traurige Wahrheit ist, dass man in jedem Supermarkt viele Produkte findet, die im Tierversuch getestet wurden. Es gibt derzeit kein Gesetz, das Tierversuche für Haushalts- und Reinigungsprodukte verbietet.

Unternehmen, die Versuche an Tieren wirklich beenden möchten, testen weder ihre Endprodukte noch deren Inhaltsstoffe an Tieren und sie bezahlen auch niemanden, der Versuche für sie durchführt. Ebenso kaufen sie auch keine Inhaltsstoffe, die in Tierversuchen getestet wurden.

Jahr für Jahr leiden Hunderttausende von Tieren in schmerzhaften Experimenten, in denen die "Sicherheit" von Haushalts-, Landwirtschafts- und Industrie- und Kosmetikprodukten bewiesen werden soll. (1, 2).

Zahlreiche Substanzen werden nach wie vor an Tieren getestet. 2012 wurden allein in Deutschland mehr als 68.000 Tiere zur Produkt – und Stoffentwicklung für Versuche verwendet (Medizinprodukte ausgenommen). Unter den verwendeten Tieren sind Nager, Hunde, Katzen, Schafe, Schweine, Affen, Vögel und Fische. (3)


Was Du tun kannst:

Konsumenten spielen eine ausschlaggebende Rolle in der Abschaffung dieser grausamen Testmethoden. Es hat einen Einfluss auf die Unternehmen, wenn Konsumenten Informationen über die Produkte einfordern.

- Check Deine Produkte und schau, ob Du sie auf unserer Webseite Kosmetik ohne Tierversuche findest.

- Suche Dir ggf. ein Alternativprodukt aus den Produkten auf unserer Webseite.

- Schreibe dem Hersteller der Produkte, die Du vorher gekauft hast, und frage, warum sie nicht auf unserer Liste mit tierversuchsfreier Kosmetik stehen. Du kannst auch gezielt nach der Firmenpolitik bezüglich Tierversuchen fragen und ergänzen, dass Du so lange keine Produkte mehr von ihnen kaufen wirst, solange sie nicht nachweislich tierversuchsfrei (und ggf. vegan) sind. Alternativ kannst Du auch die Servicehotline (Nummer ist auf den meisten Packungen abgedruckt) anrufen.

- Erzähl Deinen Freunden wie wichtig es ist Produkte zu kaufen, die nicht an Tieren getestet wurden!


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Quellen:
1) The Boyd Group, “The Use of Animals in Testing Household Products: A Discussion Paper and Statement of Principle”, December 2002, p. 12.
2) The Boyd Group, p. 8.
3) http://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Tier/Tierschutz/2012TierversuchszahlenGesamt.pdf?__blob=publicationFile

 
 
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