alttext

Online-Community, Print-Magazin & tierrechtsaffin!

Das OUTSPOKEN, eine Kombination aus Online-Community und Print-Magazin, ist mittlerweile eine Instanz in der Szene. Dass solche Projekte nur zustandekommen und dann auch überleben, ist Menschen zu verdanken, die viel Arbeit in ihre Ideale stecken. Henning, Gründer des OUTSPOKEN und Langzeit-Veganer erzählt über die Geschichte des Projekts, dessen Entwicklung und Tierrechte. Aber lest selbst!

OUTSPOKEN-Gründer & Veganer Henning im Interview:

Henning: Veganer und Outspoken-Gründer

Hi Henning, danke für Deine Zeit! Für alle, die es noch nicht kennen: Kannst du das OUTSPOKEN einfach mal vorstellen? Na klar, gerne! Das Outspoken ist ein halbjährlich erscheinendes Hardcore Magazin, das erstmals 2007 veröffentlicht wurde. Damals noch als reines "Turnpaper" (digitale Zeitschrift zum richtigen Durchblättern im Webbrowser) nur online. Es gab zu diesem Zeitpunkt keinerlei Hardcore oder Alternative Magazine in diesem Format und somit wurde dies eins unserer besonderen Merkmale. Von der dritten Ausgabe erschien dann auf dem Pressure Festival eine gekürzte gedruckte Version, um auch die Leute vor Ort noch mehr auf uns aufmerksam zu machen. Damit war dann auch der Grundstein gelegt für den Weg in den Printbereich. Alle weiteren Ausgaben sind seither gedruckt erschienen. Es hat sich seit der ersten Ausgabe aber eine Menge getan: Die aktuelle Ausgabe 7 ist nun 68 Seiten stark, was uns ermöglicht, bei unseren Inhalten auch deutlich mehr als "nur" Hardcore anzubieten, schließlich teilen die meisten von uns noch deutlich mehr gemeinsame Interessen als nur dieses Musikgenre. Themen wie Veganismus, Tierrechte, Politik, Literatur und mittlerweile auch Sport und Lifestyle sind hinzugekommen und wir erhalten jede Menge positives Feedback darauf, was zeigt, dass die Leser den Blick über den Tellerrand begrüßen.

Du selbst lebst ja auch vegan. Wie lange schon und was waren Deine ursprünglichen Gründe, Dich dafür zu entscheiden? Wenn ich mich richtig erinnere, muss das bei mir so um 1992 angefangen haben. Es ging irgendwie recht flott, erst kam die Musik, dann folgten unzählige Stunden, die ich mit dem Lesen der Texte von Songs verbracht habe und meine Neugierde war geweckt. Für mich war eine vegetarische Lebensweise und meine Musik einfach eins. Ich habe dann zuerst nur auf Fleisch verzichtet. Mit der Zeit bekam ich mehr und mehr Kontakt zu anderen Vegetariern und auch zu vielen Veganern. "Ernährung für Mensch und Erde" von Christian Opitz und "Animal Liberation" sowie "Praktische Ethik" von Peter Singer waren die wohl nachhaltigsten Bücher, die mich dann dazu brachten, eine vegetarische Lebensweise als nicht ausreichend anzuerkennen. Es stecken ausschließliche wirtschaftliche Bestrebungen hinter dem Leid das unsere Gesellschaft für nicht-vegane Produkte verursacht. Ich wollte nie Teil davon sein, dass andere Menschen sich durch mein Geld und durch das Leid unschuldiger Wesen bereichern können. Jemand der an seiner eigenen Freiheit interessiert ist, der sollte erkennen, wem er durch seinen Konsum Macht verleiht und wofür diese missbraucht wird. Am Ende ist unser Geld und die Entscheidung wofür wir es investieren die größte Macht des Einzelnen. Es sollte somit nicht nur um Boykott von nicht-veganen Produkten gehen - der Verbraucher sollte auch ganz deutlich zeigen was er stattdessen kaufen will! Nur das verändert den Markt. Als mir all diese Dinge Stück für Stück klar wurden, gab es keine Alternative mehr für mich und seither sieht mein Kühlschrank entsprechend rein pflanzlich aus.

Werdet Teil der Community!

Euer Printmagazin ist ja nur ein Aspekt vom OUTSPOKEN, was geht bei Euch online so ab & warum sollte man sich bei Euch registrieren? Genauer gesagt ist es ja sogar anders herum. Unsere Online-Community besteht schon seit 2005, somit schon 2 Jahre bevor das Magazin überhaupt entstand. Das Magazin wird komplett durch die Einnahmen aus der Online-Community finanziert - ist somit mehr ihr Sprössling als umgekehrt. Wir haben mittlerweile knapp 20.000 angemeldete User von denen sich mindestens 2.000 User jeden Tag einloggen. In den Abendstunden tummeln sich bei uns immer zwischen 350 und 500 Leuten gleichzeitig, also ist da schon ordentlich was los.
Warum man sich anmelden sollte? Es gibt glaube ich online keine einfachere Möglichkeit neue gleichgesinnte Leute kennenzulernen. Na klar, es gibt doch Facebook, aber mal ehrlich, lernt man da wirklich wen kennen? Also so wirklich? Das ist bei uns anders. Wir bringen die Leute über Themen zusammen. Wir bieten Reviews, Interviews, Bandvorstellungen, vegetarische Rezepte und einen großen Forumsbereich, der sehr aktiv ist. In der Regel läuft es so, dass man sich bei uns anmeldet und erst mal schaut was so geht, dann legt man seine Playlist an, die andere User sich anhören können und dann Fan werden können, man kommentiert mal ein CD-Review oder ein Tattoo-Pic von jemand anderem, verkauft seine Plattensammlung im Trade-Bereich und wenn man genug Selbstbewusstsein entwickelt hat, schreibt man sein erstes Review selbst. Wie aktiv oder passiv man bei uns sein will, ist jedem selbst überlassen, aber wir legen Wert auf echte Menschen und überprüfen das auch. Es sind bei uns nur z.B. nur Profile erlaubt mit Bildern, die den User wirklich zeigen.

Das aktuelle Outspoken.

Da Du, wie Du selbst schon gesagt hast, "ewig" vegan lebst: Hast Du jemals gesundheitliche Nachteile durch Deine Ernährung gehabt oder kannst Du guten Gewissens mit den ganzen Vegan-Vorurteilen aufräumen Gesundheitliche Nachteile habe ich bisher keine verzeichnen müssen, auch wenn all die bösen Gerüchte mich in jungen Jahren natürlich ebenso vor "Langzeitschäden" haben erzittern lassen. Ich denke nach nun 19 Jahren sollte das Thema auch mal durch sein und diese Märchenerzähler sollten sich etwas Neues einfallen lassen. Man wird krank wenn man sich nicht ausgewogen ernährt, das stimmt. Veganismus bietet aber alle Möglichkeiten für eine ausgewogene Ernährung. Man wird nicht spindeldürr, wenn man sich vegan ernährt. Ich bin 1,93cm groß und habe zu meinen besten Trainingszeiten 160kg auf die Waage gebracht und heute, wo mir Ausdauer wichtiger als meine Oberarme ist, wieder unter 100kg. Es ist also alles möglich, was ich aus eigener Erfahrung ganz klar sagen kann.

Was war das für Dich schrägste Erlebnis, seitdem Du vegan lebst? Für mich ist eine der bemerkenswertesten Dinge die Gesamtentwicklung über die Jahre hinweg. Wenn ich mir überlege, wie schwer es war an vegane Produkte zu kommen als ich angefangen habe, und dass heute in jedem Edeka, Aldi, Penny Markt usw. vegane Auftriche, Sojamilch, Bolognese und was nicht alles sonst noch angeboten wird und das auch noch zu fairen Preisen! Es ist wirklich als wäre ein kleiner Traum wahr geworden. Nicht, dass es nun allen Tieren soviel besser ginge, nein, auf keinen Fall, aber mit dieser Konsum-Ausgangslage haben wir alle eine echte Chance schnelle Veränderungen zu erreichen. Auch den weniger Disziplinierten, auch den weniger Betuchten und auch denen, die nicht so sehr aus der Reihe tanzen wollen wird ist es so viel leichter gemacht worden, ihre Ernährung umzustellen. Ich hatte nicht zu hoffen gewagt, dass sich das so schnell erreichen lässt.
 
 
Hier geht es zum PETA2 Online-Shop
 
  •  
  •  
  •  
mitmachen

TYKE 2014 – Wildtiere raus aus dem Zirkus!

Schaut euch unsere bewegende Doku an und unterzeichnet unsere Petition gegen Wildtiere im Zirkus.
mitmachen

Tierversuche an der Jacobs University in Bremen

Undercover-Recherche: Bestrahlungsversuche in Bremen. Neues Videomaterial zeigt sinnlose ...
mitmachen

Protestaktion gegen Tierversuchslabor für genmanipulierte Mäuse

Das Berliner Max-Delbrück-Centrum plant ein riesiges neues Tierlabor zu bauen. Unter dem ...
Werde Mitglied im PETA2 Street-Team!
  •  
  •