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Sarah Settgast

Ein Kreativ-Veggie im PETA2.de Spotlight


Es gibt ja immer Leute die gefühlt alles machen. Dass Sarah Settgast dabei auch nicht die Tiere aus den Augen verloren hat zeigt, dass sie immer mit Herz bei der Sache ist und auch gerne mal bestehende Konventionen hinterfragt. Dass das Essen von Tieren da nicht in ihr Weltbild passt ist dann nur konsequent und logisch. Erfahrt nun im Interview mit Sarah, was sie noch so umtreibt.

Hi Sarah, Dein eigentlicher Job ist ja Brillen-Designerin. Wie bist Du ursprünglich dazu gekommen? Hallo PETA2.de. Zu dem Brillen-Design bin ich eher zufällig gekommen und es ist eine etwas längere Geschichte. Sehr kurz erzählt kam ich über ein dreimonatiges Praktikum beim Augenoptiker und einer Ausbildung dann zur Brillenwerkstatt nach XBerg, wo wir auch Framers Brillen verkauften. Ich lernte dort Matthias Busche von Framers kennen und zeigte meine Begeisterung für diese Brillen und brachte meine Ideen ein, die auch dann umgesetzt wurden. So kam eins zum anderen und ich landete bei Framers. Und ähnlich wie deren Prädikat ,,Handmade in Germany", was mich immer begeisterte, sollte man auch bei anderen Dingen im Leben hinterfragen wo die Sachen herkommen. Genauso wie doch jedem Fleischkonsumenten bewusst sein muss, dass sein Stück Salami eben nicht auf Bäumen wächst, sondern dass dafür ein Tier sterben mußte.

Du lebst ja mit Deinem Mann Jakub und Eurer kleinen Tochter in Berlin. Essenstechnisch solltet Ihr ja hier, was veganes und vegetarisches Essen angeht, keine Probleme haben, oder? Berlin Friedrichshain ist das vegan/vegetarische Paradies denke ich. Aber ich denke um sich vegan/vegetarisch zu ernähren ist es nicht notwendig hier zu leben. Es macht jedoch vieles einfacher und man muß sich nie Gedanken machen "ach, haben die da überhaupt vegan/vegetarisches Essen?" Heute z.B. wußten wir auch nicht so recht was wir essen sollten und sind dann zu Ohlala! gegangen. Die Besitzerin und ihr Freund sind vegan und haben seit kurzem vegane Crepes in vielen Varianten, außerdem Kuchen und was Jakub ja so mag, Quiche. Und so ist es ja in ganz Fhain: Vegane Hot Dogs, Suppen, Burger und die beste Pizza der Welt in einem Imbiss, wo selbst der türkische Besitzer vegan ist. Wir haben auch Eisläden, Cupcake Shops, Indische Küche, wirklich gute V(d)öner und einiges mehr. Es ist wirklich unglaublich! Und selbst wenn man mal 15 Minuten fahren muss ist man ja gleich im Viasko und bekommt tolle vegane Hausmannskost.

Das ist sie: Die Veggie-Eule, die bei euch wohnen will.

Bekommst Du manchmal kritische Blicke, wenn Du als volltätowierte Frau mit Baby durch die Straßen läufst? Nein, hier in Berlin (bzw. Fhain), so doof wie das klingt, sind wir die normale Durchschnittfamilie. Auf der Straße kommen uns so viele Paare entgegen die genauso aussehen wie wir.

Eines Deiner neueren Hobbies ist ja das Nähen. Die Veggie-Eule finden wir Hammer, vielen Dank, dass Du sie extra für unsere User genäht hast! Verkaufst Du Deine Sachen auch, oder ist die Näherei eher Dein Privatvergnügen? Also ich verkaufe die Sachen nur auf Anfrage. Ich habe jetzt keinen Shop, sondern die Leute schreiben mich entweder über Facebook oder direkt per mail an sarahsettgast@ymail.com an und fragen z.B. nach einer Eule, Pandabär, Strauß oder einem Anker. Es ist wie mit den Brillen: es ist Handarbeit und dauert alles seine Zeit. Dafür bekommt man am Ende aber auch das, was man möchte, und hat ein Unikat. Alles außer den Eulen sind immer Sonderanfertigungen weil ich ja keine Schnittmuster besitze, sondern mir das ausdenke und ausprobiere. Für die Eulen hab ich einen festen Plan inzwischen.

Neben Brillen-Design und Näherei fotografierst Du ja auch noch leidenschaftlich: Wie lange machst Du das schon und was für Motive interessieren Dich besonders? Das Fotografieren mache ich eigentlich schon seit meiner Kindheit. Mein Opa, der Journalist war, hat mir ein bisschen was gezeigt und mich damals mit seiner Praktika fotografieren lassen. Von den Motiven lasse ich mich inspirieren. Es gibt so oft Momente wo ich denke "so ein Mist, wo ist meine Kamera." Aber es gibt auch ein paar Motive, die ich Plane. So wie meine Gesichtsbuchreihe in Schwarz / Weiß oder das Firefighter Legomännchen. Ich denke, man sollte nicht immer alles so ernst nehmen. Mein Fotoblog spiegelt einfach die vielen Facetten meines - und allgemein des - Lebens wieder. Menschen, Tiere, Objekte, Momente. Es gibt so viel Schönes da draußen und so viel Grausames.... Ich denke wenn man bereit ist hinzusehen und offen für Neues ist, hat man schon ganz viel gewonnen.


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