Zirkus

Mißbrauch in der Manege

Während manche Kinder davon träumen mögen wegzulaufen, um zum Zirkus zu gehen, dürften wohl die meisten Zirkustiere, die dort zu ihren Kunststückchen gezwungen werden, davon träumen, ihm zu entfliehen. Ein farbenfroher Pomp verschleiert die Tatsache, dass die Tiere im Zirkus Gefangene sind, die man dazu nötigt, unnatürliche und oft sogar schmerzvolle Darbietungen zu bringen, die die Menschen dann "Unterhaltung" nennen. Mittlerweile verliert der Zirkus mit Tieren mehr und mehr an Attraktivität, der breiten Öffentlichkeit ist bekannt, wie die Tiere behandelt, in absoluter Beengtheit gehalten, trainiert und oft bis zum letztem Atemzug ausgenutzt werden.

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Haltung der Tiere
Tiere, die zumeist recht groß und/oder von Natur aus sehr aktiv sind, müssen den überwiegenden Teil ihres Lebens in ihren winzigen Transportkäfigen verbringen; diese dürfen sie meist nur für die wenigen Minuten ihrer Darbietungen in der Manege verlassen. Die „Leitlinien für die Haltung, Ausbildung und Nutzung von Tieren in Zirkusbetrieben oder ähnlichen Einrichtungen“ formulieren lediglich Mindestanforderungen. In den Käfigen, Transportwagen und Zelten sind die Tiere auf engstem Raum gehalten, weit von dem entfernt was man als artgerecht bezeichnet. Doch selbst diese Mindestanforderungen werden oft nicht erfüllt, da der Zirkus durch das ständige Reisen nur kurz an einem Ort verweilt und so den amtstierärztlichen Vollzugsmaßnahmen entgeht. Die Amtsveterinäre selbst fühlen sich überlastet, nicht kompetent genug oder resignieren angesichts der mangelnden Möglichkeiten einzugreifen. So werden die Tiere ihrer natürlichen Bedürfnisse beraubt, Tag für Tag, Monat für Monat, Jahr für Jahr, was zu Schmerzen und Leiden führt.
Allein in den letzten 10 Jahren (Stand 2003) ist ca. ein Drittel des gesamten Bestandes an Elefanten im Zirkus vorzeitig verstorben. Bei den Überlebenden sind stereotype Verhaltensstörungen weit verbreitet.

Auch was die klimatischen Verhältnisse angeht, entspricht das Zirkusklima in keiner Weise der natürlichen Umgebung der Tiere. So können beispielsweise gerade die Sommermonate extrem schwer zu ertragen sein für Tiere wie Bären, während andere Tiere wie z.B. Löwen wiederum entsetzlich unter Kälte leiden. Zudem gibt es nur wenige Tierärzte, die qualifiziert genug wären sich mit exotischen Tieren auszukennen.

Unnatürliche Darbietungen
Körperliche Bestrafung war lange Zeit die gängige "Trainingsmethode" für Zirkustiere, auch wenn moderne Trainer häufiger dazu übergehen, eher mentale Kontrolle über das Tier auszuüben und ihm auf diese Weise "Kunststückchen" beibringen. Manche Tierarten sind allerdings weniger imstande, sich Trainingsmethoden anzupassen als andere und leiden daher ganz erheblich unter Stress während der Ausbildungsphase. Anderen Tieren wiederum werden Medikamente verabreicht, damit man sie überhaupt handhaben kann, oder man entfernt ihnen die Zähne. Die Darbietungen, die die Tiere zwangsweise bringen müssen - z.B. Bären, die auf Bällen balancieren, Affen, die Motorräder fahren, Elefanten, die auf nur zwei Beinen stehen müssen - sind für die Tiere völlig unnatürlich. Die Peitschen, engen Halsbänder, Maulkörbe, Elefantenhaken oder sonstigen Werkzeuge (selbst Elektroschocker, getarnt unter bunten „Puscheln“ wurden von uns beobachtet), die bei den Vorführungen in der Manege verwendet werden, beweisen immer wieder, dass die Tiere nur unfreiwillig und unter Zwang agieren.

Ein Leben in Einsamkeit
Ist die "Nutzdauer" eines Tieres für Vorführungszwecke einmal abgelaufen, werden sie entweder permanent in ihre Winterquartiere (also oft Käfige) verbannt oder an andere Zirkusse, Zoos oder private Menagerien verkauft; in manchen Ländern werden sie sogar an Jagdfarmen (um dort zur "Freizeitentspannung" erschossen oder als exotische Mahlzeit verspeist zu werden) oder gar an Versuchslabors veräußert. Oft gestaltet sich ihr Lebensabend genauso wenig friedlich oder komfortabel wie ihr übriges Leben: eingepfercht, unter Zwang, in Elend.

Andere Länder
Länder wie Österreich, Dänemark, Schweden, England, Ungarn und Finnland haben bereits Verbote und/oder starke Einschränkungen erlassen, da entsprechende Tierarten besondere Ansprüche z.B. hinsichtlich der Ausbruchsicherheit, Größe und Ausstattung von Gehegen, der Zusammensetzung sozialer Gruppen, des Transportes oder auch an klimatische Gegebenheiten haben, denen ein Wanderzirkus nicht gerecht werden kann.

Bitte besucht keine Zirkusse mit Tieren und klärt eure Freunde und Verwandten über das wahre Gesicht von Zirkussen auf. Es gibt überdies viele Zirkusse mit allein menschlichen Artisten, die eine großartige Show bieten - ohne Tierquälerei.

Mehr Infos:
www.tyke2014.de
www.peta2.de/zirkus
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