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"Benny - Allein im Wald"

Gewinnt die DVD und lest das Interview mit Claudine André


„Benny – Allein im Wald“ ist eine Abenteuer-Dokumentation über den kleinen Bonobo-Affen Benny, der aus den Händen skrupelloser Jäger von Claudine André befreit wird. Wir verlosen die DVD und haben Claudine André interviewt!

Copyright Sunfilm Entertainment

Worum geht's?


Der kleine Bonobo-Affe Benny wird von Jägern entführt und den Armen seiner Mutter entrissen. Der einsame und verängstigte Affe wird schließlich von Claudine André gerettet, die ein Waisenhaus und ein Auswilderungsreservat für Bonobo-Affen, deren Eltern von Jägern ermordet wurden, aufgebaut hat. Dort hilft sie Benny, so dass er eines Tages wieder zurück in den Dschungel kehren kann.

Auch im wahren Leben setzt sich die belgische Tierschützerin Claudine André für die vom Aussterben bedrohten Affen ein, die mittlerweile nur noch in den letzten Wäldern des Kongo leben und betreibt ein Bonobo-Waisenhaus im Kongo. Sie ist außerdem Unterstützerin unserer Kampagne zur Rettung von Robby, dem letzten lebenden Menschenaffen im deutschen Zirkus. Erfahrt im folgenden Interview mehr über ihre Arbeit im Kongo und warum Menschenaffen nichts in Zirkus-Gefangenschaft zu suchen haben.

Interview mit Claudine André


Frau André, warum haben Sie die Bonobos zu Ihrem Lebensmittelpunkt gemacht? Ich lebe schon von klein auf in Afrika, immer in der Nähe des Waldes und der Natur. In den 1990-er Jahren wütete ein Bürgerkrieg im Kongo und zu der Zeit begann ich, den Tieren im Zoo von Kinshasa zu helfen, die dort unter schlimmen Bedingungen leben mussten. Einmal gab jemand ein Bonobo-Baby im Zoo ab und der Zoodirektor sagte, in Gefangenschaft würde es bald sterben. Ich habe mich um das Kleine gekümmert und es überlebte. Danach kamen weitere Bonobos hinzu und ich habe mich bei der Regierung dafür eingesetzt, dass Bonobos auf Märkten und bei Privatleuten beschlagnahmt und in meine Rettungsstation gebracht werden. Ein Schwerpunkt liegt heute darauf, die Kinder und Jugendlichen für das Wohlergehen der Menschenaffen zu sensibilisieren. Derzeit besuchen jedes Jahr über 30.000 Schüler und Jugendliche die Bonobo-Auffangstation. Die jungen Bonobos sind meist in einem schrecklichen Zustand, wenn sie bei uns ankommen. Unsere wichtigste Aufgabe ist daher erst einmal, für ihr Überleben und ihre Rehabilitation zu sorgen. Sie brauchen vor allem viel Liebe von ihren menschlichen Ersatzmüttern, ohne die sie keinen Lebensmut mehr hätten und bald sterben würden.

Wie funktioniert die Auswilderung von Bonobos? Vor etwa drei Jahren begann ich, geeignete Waldgebiete für eine Auswilderung der Bonobos ausfindig zu machen. Da Bonobos sehr unterschiedliche Charaktere haben, muss sorgfältig darauf geachtet werden, ob er oder sie bereit ist für eine Auswilderung in die Natur. Die erste Gruppe, die ausgewildert wurde, hatte eine Sozialstruktur wie ihre freilebenden Artgenossen mit Müttern, Kindern und männlichen Bonobos. Nun, nach zwei Jahren, ist diese Gruppe wieder eine selbstständige und wildlebende Bonobo-Gruppe. Dem ist aber eine lange und sorgfältige Vorbereitung vorausgegangen, damit sie im Wald auch überleben können. In dem Film ist es vereinfacht dargestellt, aber tatsächlich ist die Auswilderung ein sehr komplexer Prozess.

Warum haben Sie eine Abenteuer-Dokumentation über den jungen Schimpansen-Waisen Benny gedreht? Benny hat uns immer wieder mit seiner Intelligenz und seinem Einfallsreichtum verblüfft. Er wurde schließlich zu so etwas wie einem Maskottchen für unsere Bonobo-Station. Daher war es klar, dass er der Held des Films werden musste. Aber sein Schicksal ist stellvertretend für das der meisten Bonobos, die bei uns aufgenommen werden.

Zu Beginn des Films wird Bennys Mutter von Jägern getötet. Wie haben Sie das filmtechnisch umgesetzt? Für die schreckliche Szene im Wald haben wir zunächst eine Schimpansen-Puppe benutzt. Die Wiedereinführung von Menschenaffen in die Natur ist ein komplizierter Prozess und wir haben dabei zahlreiche Vorschriften zu befolgen, welche die Weltnaturschutzunion (IUCN) aufgestellt hat. Beispielsweise muss sichergestellt sein, dass die Bonobos keine Infektionskrankheiten haben, die sie auf ihre Artgenossen übertragen werden könnten. Für die abschließende Untersuchung vor der Auswilderung musste ein Bonobo betäubt werden. Den schlafenden Bonobo haben wir auf Film aufgenommen und eine Szene verwendet. Aber diese Untersuchung musste ohnehin stattfinden. Für die dramatischen Szenen in dem Film, wie die Fahrt auf dem Fluss, wurden keine echten Bonobos verwendet.

Was denken Sie über PETAs Kampagne zur Rettung von Robby aus dem Circus Belly – der letzte Schimpanse in einem deutschen Zirkus? Ich lehne die Haltung von Schimpansen im Zirkus entschieden ab. Kein Zirkus kann einem Schimpansen den Lebensraum bieten, den er benötigt. Zirkusse behandeln Tiere wie Spielzeug, was ich sehr schrecklich finde. Robbys Leben in einem Zirkuswagen, ständig unterwegs, das ist kein Leben für einen Schimpansen.

Die Schimpansenauffang- und Rehabilitationseinrichtung AAP in den Niederlanden würde Robby aufnehmen, obwohl Robby schon viele Jahre im Zirkus lebt. Was wäre Ihrer Meinung nach das Beste für den Schimpansen? Das wäre fantastisch für Robby.

Kann Robby nach einem Leben im Zirkus überhaupt wieder ein Schimpanse sein? Ganz sicher! Schimpansen sind sehr intelligente Tiere. Er könnte ganz sicher wieder lernen, mit Artgenossen zu leben. Robby wäre auf jeden Fall glücklicher, unter seinesgleichen zu sein als unter Menschen. Auch nach so vielen Jahren.

Einem Experten-Gutachten des zuständigen Veterinäramtes zufolge darf Robby im Zirkus bleiben, wie beurteilen Sie dies? In einem engen Käfig leben zu müssen und der ständige Ortswechsel ist ein schreckliches Leben für Schimpansen, weil sie an ein stetes Leben angepasst sind.

Vielen Dank, Frau André, für das Interview.

Verlosung

Wir verlosen drei Exemplare der DVD „Benny – Allein im Wald“. Willst du haben? Verschicke dazu einfach unseren Protestbrief zur Befreiung von Robby, dem letzten im Zirkus lebenden Schimpansen und verkünde lautstark als Kommentar unter diesem Feature, dass du es gemacht hast.

Mitmachen könnt ihr bis zum 30.05.12
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen!

Viel Glück :)

 
 
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