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Tierversuche für Zigaretten

Kaum zu glauben, aber wahr: Es werden Tierversuche für Zigaretten durchgeführt, um gesundheitliche Effekte neuer Zigarettentypen zu testen. Die Aussagekraft dieser Studien ist jedoch mehr als zweifelhaft.

Beispielsweise bestritt die Tabakindustrie jahrzehntelang den kausalen Zusammenhang von Rauchen und Lungenkrebs, da durch Tierversuche bei Mäusen kein Zusammenhang festgestellt werden konnte. Dieser Zusammenhang ist mittlerweile wissenschaftlich belegt und anerkannt.
Noch vor etwa 40 Jahren beinhaltete eine Zigarette im Wesentlichen nur Tabak. Heutzutage beinhaltet eine Zigarette aber hunderte weitere Zusatzstoffe wie Zucker, Glykol oder Kakao. Diese werden durch den Verglimmungsprozess beim Rauchen chemisch verändert, was zur Erzeugung einer Vielzahl von giftigen und Krebs erregenden Substanzen führt. Alleine durch den Verzicht auf all diese Zusatzstoffe könnte die Schädlichkeit des Rauchens verringert werden. Für diese Erkenntnis müsste nicht ein einziges Tier sein Leben opfern.

Laut Der Spiegel, sterben alleine im Philip-Morris-Labor in der belgischen Stadt Leuven jedes Jahr bis zu 6.000 Tiere in den Labors, für angeblich wissenschaftliche Versuche.

Ein kleiner Grund aufzuatmen: In Deutschland sind Tierversuche für Tabakprodukte verboten. Dennoch führen große Hersteller in anderen Ländern Tierversuche durch.


Was ihr tun könnt

--> Am besten ist es natürlich komplett auf Zigaretten zu verzichten und das Rauchen aufzugeben. Auch wenn Ihr es schon zig mal probiert habt: Vielleicht klappt es ja, wenn ihr dabei an die Tiere denkt…

--> Wenn Ihr nicht auf Tabakerzeugnisse verzichten möchtet, entscheidet Euch für Produkte von Tabakunternehmen wie Imperial Tobacco (Gauloises, West, Davidoff, JPS, Drum u.v.m.), Lorillard Tobacco (Newport, Maverick, Old Gold, Kent, True, Satin, Max), Von-Eicken (Allure, Burton, Pepe, Denim, St. Pauli, Dimitrino), der Pöschl Tabak GmbH & Co. KG (Pueblo, RED BULL), oder der Santa Fe Natural Tobacco Company (American Spirit), die offizielle Richtlinien gegen die Durchführung von Tierversuchen an ihren Produkten eingeführt haben.

--> Finger weg von Zigarettenmarken der Zigarettenhersteller R.J. Reynolds Tobacco Company, Philip Morris (u.a. Marlboro, L&M, Chesterfield) oder British American Tobacco (Lucky Strike, Pall Mall, Fair Play, Westpoint, HB). Sie führen noch immer Tierversuche durch.

--> Schreibt dem Hersteller der Zigarettenmarke, die ihr vorher geraucht habt, warum ihr keine Produkte dieser Marke mehr kaufen werdet. Alternativ könnt ihr auch die Servicehotline (Nummer ist auf den meisten Packungen abgedruckt) anrufen.
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