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Experten fordern Verbot von Wildtieren im reisenden Zirkus.

Experten sind sich darüber einig, dass es nicht möglich ist, Wildtieren in einem Zirkus – also einem reisendem Unternehmen – eine artgerechte Haltung auch nur annähernd zu ermöglichen.



Statement der Deutschen Bundestierärztekammer:
Die Bundestierärztekammer (BTK) forderte aktuell im April 2010 ein generelles Verbot von Wildtieren im Zirkus auf Reisen. „Wildtiere sind im Zirkus heute nicht mehr akzeptabel, denn die Erkenntnisse über die Bedürfnisse von Wildtieren haben sich stark erweitert“ betont Prof. Mantel, Präsident der Bundestierärztekammer. „Die Zirkuswagen sind in der Regel klein und in der Manege müssen die Wildtiere ein festgelegtes Bewegungsprogramm durchführen. In den temporären Gehegen können die Tiere keine Reviere einrichten, sich also nie „zuhause“ fühlen, auch wenn sie dort mehr Bewegungsfreiheit haben“ erklärt Mantel. „Aus Sicht des Tierschutzes ist ein Verbot von allen Wildtierarten im Zirkus angezeigt. Es ist Zeit für einen Paradigmenwechsel in der gesamten Politik.“

Lest die ausführliche Pressemitteilung hier!


Elefantentrainerin Carol B., USA:
Der früheren Elefantentrainerin Carol B. zufolge, die nun eine Auffangstation für Elefanten betreibt, sind "Bestrafungen zur Verbreitung von Angst Standard in der Zirkusindustrie… Den Elefanten wird mit physischem Schmerz und psychischer Einschüchterung beigebracht, dass sie Befehlen Folge zu leisten haben. Alle Elefanten in Zirkussen werden so trainiert."


Elefantenforscherin Dr. Cynthia Moss
Sie und zahlreiche weitere namhafte Elefantenforscher, die sich vehement gegen Elefanten im Zirkus aussprechen, bringen es auf den Punkt: "Um das Verhalten eines Elefanten in der Beengtheit eines Zirkus zu kontrollieren, muss der Pfleger die Überhand gewinnen und behalten. Ein so großes Tier zu kontrollieren, kann nur durch eine gewisse Art der Grausamkeit erreicht werden."


Dr. Fred Kurt, international anerkannter Elefantenexperte und Autor zahlreicher Publikationen zu Elefanten im Zirkus:
"Zirkuselefanten sind gefangene Wildtiere. Sie leben in direktem Kontakt zum Menschen. Schläge mit scharfen Elefantenhaken und Stromstöße aus Elektroimpulsgeräten so genannten „Schweinetreibern“ sollen sie gefügig machen. Bekanntlich vergessen aber Elefanten nie. Früher oder später zahlen die wehrhaften Tierriesen zurück, verletzen ihre Peiniger schwer oder töten sie sogar, worauf sie wiederum geprügelt werden. Die tierquälerischen Rituale finden entweder nachts statt, wenn Amtstierärzte schlafen, oder in verborgenen Ecken, wo Tierschützer nicht hinkommen. Die mit rasierklingenscharfen Haken am Nagelbett der Hufe oder an den Augenrändern werden von Laien oft übersehen, ebenso das ängstliche Kopfwenden und Zukneifen der Augen, wenn Wärter und Trainer sich nähern.

Zirkuselefanten führen ein eintöniges Leben. Meist haben sie angekettet in einem Stallzelt zu stehen. Stupides Körperschaukeln, Kopfnicken, angedeutete Vor- und Rückschritte sind ihre Hauptbeschäftigung. Im Zirkus heißt es, dieses „Weben“ sei wichtig für die Blutzirkulation und komme auch bei wilden Elefanten vor. Keiner der zahlreichen Biologen, die in jahre- und jahrzehntelangen Studien das Leben wilder Elefanten minutiös verfolgten, beobachtete je das Weben. Weben ist eine krankhafte Bewegungsstereotypie, die sich aus Suchverhalten entwickelte, als die Tiere zuerst kräftig versuchten sich von den Fußfesseln zu befreien. Im gleichen Maße, wie sie schließlich resignierten, ritualisierten sich die Bewegungsabläufe. Mehr oder weniger permanentes Weben ist verbunden mit ganz bestimmten, kaum je geänderten Stellungen der Extremitäten und führt dadurch zu außerordentlicher Belastung bestimmter Sehnen und Gelenke. So kann die Stereotypie mit zur Erkrankung von Füßen und Gelenken beitragen."
 
 
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