Zoo

Ihr bleibt wenn nur einige Stunden im Zoo – andere Tiere verbringen dort ihr gesamtes Leben. Wir fragen: ist eine artgerechte Haltung von Wildtieren in Gefangenschaft überhaupt möglich?
Gitter, Glasscheiben und Gräben beschränken die Gehege, in denen die angeborenen Bedürfnisse und Verhaltensmuster, wie die Jagd, freie Partnerwahl oder Bewegungsfreiheit, niemals ausgelebt werden können. Anlagen und Tierhäuser sind architektonisch so gut und durchdacht gebaut, dass der Besucher glauben soll, sich in einem Dschungel oder in der Savanne zu befinden. Für das gefangene Tier bleibt das Grundprinzip des Gefangenseins auf wenige Quadratmeter weiterhin bestehen.
Hinzu kommt, dass arttypische Verhaltensweisen nicht ausgelebt werden können und weiter allmählich verkümmern. Vom Schwimm-, Flug-, Jagd- oder Wanderverhalten berichten wie eh und je nur die Informationsschilder an den Tiergehegen.
Die Folge: Verhaltensstörungen, gesundheitliche Erkrankungen und oft ein frühzeitiger Tod. Abnormale Verhaltensweisen, wie kontinuierliches Auf- und Ablaufen am Gitter, ständiges im Kreis gehen, rhythmisches Hin- und Herbewegen des Kopfes oder Körpers, extreme Passivität, Selbstverstümmelungen, sexuelle Hyperaktivität oder auch übertriebene Aggressivität und Körperpflege, weisen darauf hin, dass ein Tier psychisch und/oder physisch leidet.
Wir finden: Tiere aus menschlichen Interessen heraus – nämlich zu Unterhaltungszwecken – einzusperren, zur Schau zu stellen, zu züchten oder sogar weiterzuverkaufen, ist aus ethischer Sicht nicht vertretbar.


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Aber für den Artenschutz sind Zoos doch okay! Oder?
Leider nein. Zoos tragen durch ihren verlustreichen Fang von Wildtieren sogar zum Artenschwund bei, zum Beispiel um den Bestand genetisch „aufzufrischen“. Hinzu kommt, dass viele Tiere in Zoos gehalten werden, weil sie besonders beliebt sind und nicht, weil sie gefährdet sind. Zahlreiche tatsächlich gefährdete Arten gelten hingegen für Besucher als uninteressant. Tatsächlich konnten bisher nur eine Handvoll Arten erfolgreich wieder ausgewildert werden. Bei den meisten wirklich vom Aussterben bedrohten Arten wie Tiger, Eisbären oder Menschenaffen funktioniert eine Auswilderung gar nicht. Zudem werden die natürlichen Lebensräume der Tiere zunehmend zerstört, weshalb die Erhaltung einzelner Arten völlig absurd ist. Ein sinnvoller Artenschutz bezieht immer sowohl die Tiere, als auch deren natürlichen Lebensraum mit ein. Mit einem Bruchteil des Geldes und der Zeit, welche Zoos in die Erhaltung einzelner, repräsentativer Arten investieren, könnten unzählige Arten in der Natur durch den Schutz ihrer natürlichen Lebensräume gerettet werden. Die Rechtfertigung als Artenschutz kann daher nicht wirklich vertreten werden.
 
Mehr Infos:
www.peta.de/zoo


 
 
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